10 Jah­re Eltern­geld – eine Erfolgs­ge­schich­te

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10 Jah­re Eltern­geld – eine Erfolgs­ge­schich­te

Vor rund zehn Jah­ren hat die Bun­des­re­gie­rung das Eltern­geld ein­ge­führt – eine Erfolgs­ge­schich­te begann.

Mehr als acht Mil­lio­nen Müt­ter und Väter haben die Fami­li­en­leis­tung bis­her bezo­gen. Die Reso­nanz ist ein­deu­tig: 82 Pro­zent sagen, das Eltern­geld sei beson­ders wich­tig für ihr Fami­li­en­ein­kom­men. Die Ein­füh­rung des Eltern­gel­des am 1. Janu­ar 2007 mar­kiert einen Rich­tungs­wech­sel in der Fami­li­en­po­li­tik. Mit den soge­nann­ten Part­ner­mo­na­ten, die der Fami­lie nur dann zuste­hen, wenn bei­de Eltern­tei­le Eltern­geld­mo­na­te in Anspruch neh­men, wur­den erst­mals bei­de Eltern in ihrer Fami­li­en­ver­ant­wor­tung ange­spro­chen. Väter­li­ches Enga­ge­ment durch zusätz­li­che Eltern­geld­mo­na­te belohnt.Inzwischen neh­men 34 Pro­zent der Väter Eltern­geld­mo­na­te in Anspruch – in eini­gen Regio­nen sind es sogar bis zu 58 Pro­zent. Vor der Ein­füh­rung des Eltern­gel­des waren es durch­schnitt­lich etwa zwei Pro­zent. Vie­len Müt­tern bie­tet dies die Mög­lich­keit, frü­her wie­der in den Beruf ein­zu­stei­gen.

Das Eltern­geld gleicht feh­len­des Ein­kom­men aus, wenn Eltern ihr Kind nach der Geburt betreu­en. Eltern, die sich Erwerbs- und Fami­li­en­ar­beit part­ner­schaft­lich tei­len möch­ten, wer­den beson­ders durch das im Jahr 2015 ein­ge­führ­te Eltern­geld­P­lus unter­stützt. Eltern kön­nen zwi­schen Eltern­geld (Basis­eltern­geld) und Eltern­geld­P­lus wäh­len oder bei­des mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren.

Das Basis­eltern­geld fängt feh­len­des Ein­kom­men auf, wenn Eltern nach der Geburt für ihr Kind da sein wol­len und des­halb ihre beruf­li­che Arbeit unter­bre­chen oder ein­schrän­ken. Den Eltern ste­hen gemein­sam ins­ge­samt 14 Mona­te zu, wenn sich bei­de an der Betreu­ung betei­li­gen und den Eltern dadurch Ein­kom­men weg­fällt. Sie kön­nen die Mona­te frei unter­ein­an­der auf­tei­len. Ein Eltern­teil kann dabei min­des­tens zwei und höchs­tens zwölf Mona­te für sich in Anspruch neh­men.

Mit dem Eltern­geld­P­lus wur­de die Leis­tung im Jahr 2015 moder­ni­siert. Es erkennt ins­be­son­de­re die Plä­ne der­je­ni­gen an, die schon wäh­rend des Eltern­geld­be­zugs wie­der in Teil­zeit arbei­ten wol­len. Müt­ter und Väter haben damit die Mög­lich­keit, län­ger als bis­her Eltern­geld in Anspruch zu neh­men. Sie bekom­men dop­pelt so lan­ge Eltern­geld (in maxi­mal hal­ber Höhe): Aus einem bis­he­ri­gen Eltern­geld­mo­nat wer­den zwei Eltern­geld­P­lus-Mona­te. Eltern, die sich für ein part­ner­schaft­li­ches Zeitar­ran­ge­ment ent­schei­den, erhal­ten einen Part­ner­schafts­bo­nus: Sie bekom­men vier zusätz­li­che Eltern­geld­P­lus-Mona­te, wenn sie in die­ser Zeit gleich­zei­tig zwi­schen 25 und 30 Wochen­stun­den arbei­ten.

Die Höhe des Eltern­gel­des ori­en­tiert sich am monat­lich ver­füg­ba­ren Net­to­ein­kom­men, das der betreu­en­de Eltern­teil vor der Geburt des Kin­des hat­te. Eltern mit höhe­ren Ein­kom­men erhal­ten 65 Pro­zent, Eltern mit nied­ri­ge­ren Ein­kom­men bis zu 100 Pro­zent die­ses Vor­ein­kom­mens. Das Eltern­geld beträgt min­des­tens 300 Euro (150 Euro bei Eltern­geld­P­lus) und höchs­tens 1800 Euro (900 Euro bei Eltern­geld­P­lus) monat­lich. Das Min­des­t­el­tern­geld von 300 Euro erhal­ten alle, die nach der Geburt ihr Kind selbst betreu­en und höchs­tens 30 Stun­den in der Woche arbei­ten. Das Min­des­t­el­tern­geld erhal­ten also auch Stu­die­ren­de, Haus­frau­en oder Haus­män­ner und Eltern, die wegen der Betreu­ung älte­rer Kin­der nicht gear­bei­tet haben.

Bild © Jens Koep­pen

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