Blau­es Band Deutsch­land“ für Was­ser­stra­ßen

Bun­des­tag beschließt bes­se­re Durch­setz­bar­keit der Aus­rei­se­pflicht
26. Mai 2017
Aus­bau B 167 und Havel-Oder-Was­ser­stra­ße
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Blau­es Band Deutsch­land“ für Was­ser­stra­ßen

Die Was­ser­stra­ßen sol­len wie­der natur­na­her wer­den. Es sol­len Fluss­land­schaf­ten gestal­tet wer­den, die einen wert­vol­len Natur­raum dar­stel­len und für die Men­schen attrak­tiv für Frei­zeit und Erho­lung sind. Das hat der Bun­des­tag vor Kur­zem beschlos­sen.

Im Koali­ti­ons­ver­trag hat­ten sich die Regie­rungs­par­tei­en auf das Bun­des­pro­gramm „Blau­es Band Deutsch­land“ ver­stän­digt, um damit die Rena­tu­rie­rung von Fließ­ge­wäs­sern und Auen zu för­dern.

Wie ein „blau­es Band“ durch­zie­hen die im Eigen­tum des Bun­des ste­hen­den Was­ser­stra­ßen ganz Deutsch­land. Vor allem die Neben­was­ser­stra­ßen, die heu­te für den Güter­trans­port prak­tisch ohne Bedeu­tung sind, sol­len zukünf­tig glei­cher­ma­ßen öko­lo­gisch ent­wi­ckelt und für Frei­zeit und Erho­lung auf­ge­wer­tet wer­den.

Der Güter­trans­port auf den Bun­des­was­ser­stra­ßen kon­zen­triert sich auf ein Kern­netz der gro­ßen Flüs­se und Kanä­le.

Dazu kom­men zahl­rei­che Neben­was­ser­stra­ßen, auf denen kaum noch Fracht trans­por­tiert wird. Beson­ders an die­sen Neben­was­ser­stra­ßen inves­tiert die Bun­des­re­gie­rung mit dem Bun­des­pro­gramm „Blau­es Band Deutsch­land“ in die Rena­tu­rie­rung von Fließ­ge­wäs­sern und Auen. Es wer­den neue Akzen­te in Rich­tung Natur- und Gewäs­ser­schutz, Hoch­was­ser­vor­sor­ge sowie Was­ser­tou­ris­mus, Frei­zeit­sport und Erho­lung gesetzt. Flüs­se, Kanä­le, Auen und Küs­ten­ge­wäs­ser wer­den zu einem bun­des­wei­ten Bio­top-Sys­tem ver­bun­den. Für einen funk­ti­ons­fä­hi­gen Bio­top-Ver­bund sind auch ver­bin­den­de Maß­nah­men („öko­lo­gi­sche Tritt­stei­ne“) im Kern­netz der Bun­des­was­ser­stra­ßen erfor­der­lich. Die­se wer­den ver­wirk­licht, wenn es mit Schiffs­ver­kehr und Güter­trans­port ver­ein­bar ist.

Mit dem Bun­des­pro­gramm „Blau­es Band Deutsch­land“ wer­den Fluss­land­schaf­ten wie­der als Gan­zes betrach­tet und nicht in Gewäs­ser­lauf, Ufer und Aue unter­teilt. Die Bun­des­re­gie­rung wird gemein­sam mit den Län­dern und den Akteu­ren vor Ort Räu­me für eine öko­lo­gi­sche Ent­wick­lung der Gewäs­ser und mehr Natur­er­le­ben schaf­fen und damit wert­vol­le Impul­se für die Ent­wick­lung der Regio­nen geben.

Bild © Jens Koep­pen

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