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Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Naturscho­nend Erb­sen anbauen, Insek­ten eine wertvolle Nek­tar­quelle bieten und gle­ichzeit­ig mit Hil­fe ein­er sel­te­nen Kul­turpflanze Zusatzerträge erwirtschaften – all das wird möglich, wenn Erb­sen und Lein­dot­ter gemein­sam aus­gesät wer­den. Ein Pilot­pro­jekt des Bau­far­ben­her­stellers DAW SE (Deutschen Amphi­bolin-Werke) will jet­zt Land­wirtin­nen und Land­wirte dafür gewin­nen, von der Erb­sen– Monokul­tur zum Mis­chfruch­tan­bau zu wech­seln und die dafür notwendi­ge nach­haltige Wertschöp­fungs­kette auf­bauen. Das Bun­desumwelt­min­is­teri­um fördert das vom Bun­de­samt für Naturschutz (BfN) fach­lich betreute Vorhaben bis 2022 mit 705.000 Euro im Bun­de­spro­gramm Biol­o­gis­che Vielfalt.

In Bran­den­burg, Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Sach­sen-Anhalt ist das Pro­jekt “Etablierung eines großflächi­gen Mis­chfruch­tan­baus von Erb­sen und Lein­dot­ter zur Stärkung von Arten­vielfalt und Ökosys­tem­leis­tun­gen und Auf­bau ein­er Wertschöp­fungs­kette basierend auf nach­haltig pro­duzierten, heimis­chen, nachwach­senden Rohstof­fen” ges­tartet. Aus­ge­hend von 80 Hek­tar Mis­chfruch­tan­bau im
ersten Pro­jek­t­jahr soll die Fläche von Jahr zu Jahr gesteigert wer­den. Ziel ist es, bis 2022 den Anbau auf 1000 Hek­tar auszudehnen und min­destens 40 Betriebe einzu­binden.

Ein Ziel des Pro­jek­tes ist es, die dafür notwendi­ge Wertschöp­fungs­kette – vom Anbau bis zum Verkauf eines bio­di­ver­sitäts­fördern­den Pro­duk­tes – aufzubauen und zu opti­mieren. Darüber wer­den die Abnahme des Ern­teguts und die Weit­er­ver­ar­beitung des Lein­dot­ters organ­isiert. An ihrem Ende ste­hen als Pro­duk­te Lasuren, Holzöle und Lacke, die auf Basis von in Deutsch­land pro­duziertem Lein­dot­teröl hergestellt wur­den. Mit Land­wirtin­nen und Land­wirten, Vertreterin­nen und Vertretern der Min­is­te­rien und Land­wirtschaft­skam­mern sowie den End­ver­braucherin­nen und -ver­brauch­ern wird zudem ein gesellschaftlich­er Dia­log geführt, um über den Her­stel­lung­sprozess und die dabei erzeugten umweltverträglichen Pro­duk­te zu informieren.

Das Pro­jekt wird von der DAW SE durchge­führt. Das süd­hes­sis­che Unternehmen richtet sich seit 2010 nach ein­er klaren Nach­haltigkeitsstrate­gie aus und wurde bere­its mehrfach für die Entwick­lung inno­v­a­tiv­er und nach­haltiger Pro­duk­te aus­geze­ich­net. Einge­bun­den ist eben­falls der Bindemit­tel­her­steller Worlée–Chemie GmbH. Auch dieses Unternehmen engagiert sich im Bere­ich Kli­maschutz und Nach­haltigkeit.

Hin­ter­grund:

Das Bun­de­spro­gramm Biol­o­gis­che Vielfalt
Die Umset­zung der Nationalen Strate­gie zur biol­o­gis­chen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bun­de­spro­gramm Biol­o­gis­che Vielfalt unter­stützt. Gefördert wer­den Vorhaben, denen im Rah­men der NBS eine gesamt­staatlich repräsen­ta­tive Bedeu­tung zukommt oder die diese Strate­gie in beson­ders beispiel­hafter Weise umset­zen. Die geförderten Maß­nah­men tra­gen dazu bei, den Rück­gang der biol­o­gis­chen Vielfalt in Deutsch­land zu stop­pen und mit­tel- bis langfristig in einen pos­i­tiv­en Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nach­halti­gen Nutzung sowie der Entwick­lung der biol­o­gis­chen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Stan­dards hin­aus. Akzep­tanz­bildende Maß­nah­men der Infor­ma­tio­nen und Kom­mu­nika­tion tra­gen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusst­sein für die biol­o­gis­che Vielfalt zu stärken.

Bild © Jens Koep­pen

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