Bun­des­re­gie­rung bringt inten­si­ve­re Vor­sor­ge­maß­nah­men gegen ASP auf den Weg

Neue Min­dest­löh­ne für Bau­ge­wer­be, Dach­de­cker­hand­werk und Gebäu­de­rei­ni­gung
26. Februar 2018
Bun­des­re­gie­rung ermög­licht Public Viewing bis zum Abpfiff
27. Februar 2018

Bun­des­re­gie­rung bringt inten­si­ve­re Vor­sor­ge­maß­nah­men gegen ASP auf den Weg

Die Bun­des­re­gie­rung hat wei­te­re Vor­sor­ge­maß­nah­men für die Bekämp­fung der Afri­ka­ni­schen Schwei­ne­pest (ASP) auf den Weg gebracht. So hat das Bun­des­ka­bi­nett in die­ser Woche der Ver­ord­nung zur Ände­rung der Schwei­ne­pest-Ver­ord­nung und der Ver­ord­nung über die Jagd­zei­ten zuge­stimmt.

Vor dem Hin­ter­grund der fort­schrei­ten­den ASP im Bal­ti­kum, der Tsche­chi­schen Repu­blik, Rumä­ni­en und in Polen ist ein unver­züg­li­ches Ein­grei­fen im Fal­le einer Ein­schlep­pung der ASP nach Deutsch­land unab­ding­bar. Mit dem Durch­füh­rungs­be­schluss 2014/709/EU hat die EU-Kom­mis­si­on bestimm­te tier­seu­chen­recht­li­che Maß­nah­men zur Bekämp­fung der ASP erlas­sen.

Der Durch­füh­rungs­be­schluss rich­tet sich an die von ASP betrof­fe­nen Mit­glied­staa­ten und wäre somit bei Auf­tre­ten der Seu­che auch in Deutsch­land anzu­wen­den. In Vor­be­rei­tung auf ein even­tu­el­les Seu­chen­ge­sche­hen in Deutsch­land wer­den mit Arti­kel 1 der Ver­ord­nung die Rege­lun­gen des Durch­füh­rungs­be­schlus­ses in natio­na­les Recht umge­setzt. Somit ist im Ereig­nis­fall ein unver­züg­li­ches Ein­grei­fen auf die­ser Grund­la­ge mög­lich.

Dem­nach muss ent­spre­chend der zugrun­de­lie­gen­den Ände­rungs­ver­ord­nung der EU-Kom­mis­si­on zur ASP künf­tig Fol­gen­des beach­tet wer­den:

a) Tren­nung der Maß­nah­men bei Schwei­ne­pest und bei ASP bei Wild­schwei­nen
b) Rege­lung zur Rei­ni­gung und Des­in­fek­ti­on von Vieh­trans­port­fahr­zeu­gen, Erwei­te­rung der
Anord­nungs­be­fug­nis­se der zustän­di­gen Behör­de
c) Anord­nung der ver­stärk­ten Beja­gung oder einer Jagd­ru­he für ein bestimm­tes Gebiet; Ände­rung
der Ver­ord­nung über die Jagd­zei­ten, z. B. Auf­he­bung der Schon­zeit sowie die Erlaub­nis, unter
bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen Bei­ba­chen zu beja­gen
d) Kenn­zeich­nung erleg­ter Wild­schwei­ne und Unter­su­chung jedes erleg­ten Wild­schwei­nes im
Rah­men eines zen­tra­len Auf­bruchs und des­sen Samm­lung
e) Pro­ben­ent­nah­me jedes ver­en­de­ten Wild­schweins und Anzei­ge des Fund­or­tes
f) Ermäch­ti­gung der zustän­di­ge Behör­de in gefähr­de­ten Gebie­ten, die Wild­schwein­jagd zu
unter­sa­gen
g) Ver­bot der Ver­füt­te­rung von Gras, Heu und Stroh aus gefähr­de­ten Gebie­ten oder der Nut­zung
als Ein­streu oder Beschäf­ti­gungs­ma­te­ri­al
h) Rege­lun­gen über die Aus­wei­tung der von ASP betrof­fe­nen Gebie­te

Mit Arti­kel 2 wird die Ver­ord­nung über die Jagd­zei­ten dahin­ge­hend ange­passt, dass die Schon­zeit auf­ge­ho­ben wird. Durch mil­de Win­ter und durch das auch im Win­ter bestehen­de umfang­rei­che Nah­rungs­an­ge­bot ver­meh­ren sich die Wild­schwei­ne ganz­jäh­rig. Die Wild­schwei­ne­be­stän­de sind daher erheb­lich ange­wach­sen. Durch die Auf­he­bung der Schon­zeit und eine somit ganz­jäh­rig ermög­lich­te Beja­gung soll eine Aus­dün­nung der Schwarz­wild­po­pu­la­ti­on ermög­lich.

Bild © Jens Koep­pen

dru­cken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.