Falsches Signal an den Kanu-Sport

Falsches Signal an den Kanu-Sport

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In einem Schreiben an den zuständigen Bundesinnenminister de Maizière habe ich die Mittelkürzung für bestehende Programme im Bereich der Talententdeckung und Talententwicklung im Kanusport kritisiert und gefordert, die Entscheidung zu revidieren. Die Mittelkürzung ist ein falsches Signal an den Kanu-Sport!

Im Verband führt die fehlende Unterstützung dazu, dass Nachwuchstrainer entlassen werden und die Cheftrainerstelle nicht besetzt werden kann. Die Kanuten waren in Rio de Janeiro zum siebten Mal in Folge Deutschlands erfolgreichster Sommersportverband. Während der Olympischen Sommerspiele wurde die Leistung unser Kanusportler und der durch sie bescherte Medaillenregen für unser Land in ganz Deutschland bejubelt. Mit der Reduzierung von Mitteln für den Kanusport und den Wegfall der Trainerstellen wird in Kauf genommen, dass es in kommenden Wettkämpfen zunehmend schwierig wird, an bisherige Ergebnisse anzuknüpfen.

Nicht allein die Leistungsfähigkeit der Sportler bringt die Erfolge für unserer Land, sondern auch die durch ihre Trainer erbrachte Leistung „an den Sportlern“. Nur gezielt geförderte Leistung durch hervorragende Trainer machte unsere bisherigen Erfolge bei Olympia möglich.

Zwei Olympiasieger im Kanu-Sport kommen aus meinem Wahlkreis, aus meinem Heimatverein. Vor Ort in Schwedt wird seit Jahrzehnten eine erstklassige Nachwuchsarbeit geleistet. Der regelmäßige Austausch mit den Sportlern zeigt mir immer wieder, wie wichtig eine Kontinuität der Angebote ist, damit sich die Sportler auf ihre Leistungen konzentrieren können. Das gilt für Einsteiger in den Sport im Kinderbereich und gilt auch für unsere Olympiateilnehmer. Hier kurz vor Weihnachten nach einem so erfolgreichen Olympiajahr dem Kanu-Verband Kürzungen zu verordnen, ist schlichtweg kontraproduktiv.

Gern werde ich Sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten!

Bild © Wassersport PCK Schwedt

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