Gesetz­li­che Neu­re­ge­lun­gen zum 01. März 2017

Unter­wegs in der Regi­on
23. Februar 2017
Bun­des­för­der­mit­tel für die Stadt Prenz­lau
8. März 2017

Gesetz­li­che Neu­re­ge­lun­gen zum 01. März 2017

Nut­zungs­rech­te für Strom- und Gas­net­ze zeit­lich begrenzt

Öffent­li­che Stra­ßen und Fuß­we­ge, die für die Ver­le­gung und den Betrieb von Strom- und Gas­lei­tun­gen genutzt wer­den kön­nen, wer­den künf­tig in einem Wett­be­werbs­ver­fah­ren ermit­telt. Wett­be­wer­ber sol­len sich ohne Dis­kri­mi­nie­rung an dem Ver­fah­ren betei­li­gen kön­nen. Bei der Neu­ver­ga­be der Ver­teil­net­ze kön­nen die Nut­zungs­rech­te zwi­schen ver­schie­de­nen Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men wech­seln. Die Ände­run­gen im Ener­gie­wirt­schafts­ge­setz sind zum 3. Febru­ar in Kraft getre­ten.

Neu­er Rei­se­pass

Ab 1. März 2017 wird der Rei­se­pass in einer moder­ni­sier­ten Ver­si­on aus­ge­ge­ben. Der deut­sche Rei­se­pass ist als einer der fäl­schungs­si­chers­ten Päs­se welt­weit aner­kannt. Der im Jahr 2005 erst­mals mit einem elek­tro­ni­schen Spei­cher­me­di­um (Chip) aus­ge­ge­be­ne Rei­se­pass ist zuletzt 2007 geän­dert wor­den. Auch die neue Rei­se­pass­ge­ne­ra­ti­on von 2017 erfüllt die euro­päi­schen und inter­na­tio­na­len Kri­te­ri­en für elek­tro­ni­sche Rei­se­do­ku­men­te und ermög­licht die visum­freie Ein­rei­se in über 170 Staa­ten. Ins­be­son­de­re die neu­en Sicher­heits­merk­ma­le wer­den das hohe inter­na­tio­na­le Anse­hen des deut­schen Rei­se­pas­ses auch in den kom­men­den zehn Jah­ren sichern.

a) Die bis­he­ri­ge Hard­co­ver-Pass­de­cke wird durch eine klei­ne­re und deut­lich fle­xi­ble­re Pass­de­cke ersetzt. Die Vor­der- und Rück­sei­te des Pas­ses zei­gen ver­schie­de­ne Prä­gun­gen (Gold­prä­gung und Blind­prä­gung).

b) Die Pass­kar­te besteht aus einem hoch­wer­ti­gen Poly­kar­bo­nat­ver­bund und über­nimmt damit das Sicher­heits­kon­zept des deut­schen Per­so­nal­aus­wei­ses. Die Titel­sei­te der Poly­kar­bo­nat­kar­te ent­hält zusätz­lich einen neu­en, für jeden Rei­se­pass indi­vi­du­ell per­so­na­li­sier­ten Sicher­heits­fa­den, der mit der Doku­men­ten­num­mer sowie dem Namen der Reisepassinhaberin/des Rei­se­pas­sin­ha­bers beschrif­tet ist.

c) In die Pass­kar­te ist ein durch­sich­ti­ger Bereich mit einer Lin­sen­struk­tur inte­griert. Die Lin­sen­struk­tur ent­hält per­so­na­li­sier­te Infor­ma­tio­nen sowie auf der Titel­sei­te das Bild der Reisepassinhaberin/des Rei­se­pas­sin­ha­bers.

d) Die Pass­buch-Innen­sei­ten bestehen aus einem neu­en, hoch­wer­ti­gen Sicher­heits­pa­pier mit Halb­ton-Was­ser­zei­chen und wei­te­ren Sicher­heits­merk­ma­len.

Die seit zwölf Jah­ren unver­än­der­te Gebühr von 59 Euro wird ab 1. März 2017 auf 60 Euro auf­ge­run­det. Per­so­nen, die das 24. Lebens­jahr noch nicht voll­endet haben, zah­len wei­ter­hin 37,50 Euro. Die Gebühr bleibt somit auch nach Moder­ni­sie­rung der Sicher­heits­merk­ma­le und Mate­ria­li­en dank ver­bes­ser­ter Pro­duk­ti­ons­ab­läu­fe nahe­zu sta­bil. Alle aktu­el­len Rei­se­päs­se behal­ten ihre Gül­tig­keit bis zum Ablauf des jewei­li­gen, auf der Pass­kar­te ange­ge­be­nen Gül­tig­keits­da­tums.

Wer einen gül­ti­gen Rei­se­pass besitzt, kann die­sen daher ohne Ein­schrän­kun­gen wei­ter­nut­zen.

Can­na­bis als Medi­zin

Ärz­te kön­nen Schwer­kran­ken künf­tig Can­na­bis-Arz­nei­mit­tel ver­ord­nen, wenn dies vor­aus­sicht­lich die Hei­lung begüns­tigt oder Schmer­zen lin­dert. Die Kos­ten wer­den von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen über­nom­men. Eine staat­li­che Can­na­bis­agen­tur küm­mert sich – aus­schließ­lich zu the­ra­peu­ti­schen Zwe­cken um Import, Qua­li­täts­kon­trol­le und Ver­tei­lung von Can­na­bis. Der Eigen­an­bau von Can­na­bis und sei­ne Ver­wen­dung als Rausch­gift blei­ben wei­ter­hin ver­bo­ten. Das Gesetz tritt nach Ver­öf­fent­li­chung im Bun­des­ge­setz­blatt im März in Kraft.

Selbst­ver­wal­tung in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung

Selbst­ver­wal­tung in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung kann nur funk­tio­nie­ren, wenn es eine effek­ti­ve Kon­trol­le gibt. Mit dem GKV-Selbst­ver­wal­tungs­stär­kungs­ge­setz wer­den die Kon­troll­rech­te der Mit­glie­der der Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­ne aus­baut. Das Gesetz ent­hält kla­re Vor­ga­ben für das Auf­sichts­ver­fah­ren sowie für die Haus­halts- und Ver­mö­gens­ver­wal­tung. Das Gesetz tritt nach Ver­öf­fent­li­chung im Bun­des­ge­setz­blatt im März in Kraft.

Kein Fracking in Deutsch­land

Kom­mer­zi­el­les Fracking zur För­de­rung von Schie­fer­gas bleibt – vor­erst bis min­des­tens 2021 – ver­bo­ten. Erlaubt sind ledig­lich vier Pro­be­boh­run­gen zu wis­sen­schaft­li­chen Zwe­cken. For­schungs­boh­run­gen sind nur mit Zustim­mung der jewei­li­gen Lan­des­re­gie­rung zuläs­sig. Nach 2021 muss der Bun­des­tag neu ent­schei­den, ob Fracking in Deutsch­land auch künf­tig ver­bo­ten bleibt. Die gesetz­li­chen Rege­lun­gen sind seit dem 11. Febru­ar in Kraft.

 

Ange­mes­se­ne Ver­gü­tung für Krea­ti­ve

Das Urhe­ber­recht regelt die Rah­men­be­din­gun­gen für Ver­trä­ge zwi­schen Urhe­bern und aus­üben­den Künst­lern einer­seits und Ver­wer­tern ande­rer­seits, also bei­spiels­wei­se mit Ver­la­gen, Plat­ten­fir­men oder
Sen­de­un­ter­neh­men. Urhe­ber und Künst­ler kön­nen künf­tig ihren Anspruch auf ange­mes­se­ne Ver­gü­tung bes­ser durch­set­zen. Die Reform des Urhe­ber­ver­trags­rechts tritt am 1. März 2017 in Kraft.

 

Bild © Jens Koep­pen

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