„Langes Warten auf die Schultoilette“

„Langes Warten auf die Schultoilette“

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Einerseits verlangen die Länder vom Bund, bei der Sanierung der Schultoiletten zu helfen, anderseits weisen sie aber den Bund bei der Forderung nach einem zentralen Deutschlandabitur immer wieder zurück. Das verdeutlicht die Probleme der föderalen Bildungspolitik.

Was sich jedoch an der Schule in Oderberg abspielt, spottet jeder Beschreibung. Seit Jahren gibt es für die Oderberger Schüler Toiletten nur in einem Container außerhalb des Schulgebäudes. Gerade für die Wintermonate bedeutet das unzumutbare Zustände.

Bereits zum 3. Mal habe ich eine Initiative gestartet, um alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und endlich Bewegung in die Sache zu bringen. Für die mangelnde Unterstützung durch den Landkreis fehlt mit jedes Verständnis. Sehr bedauerlich ist auch, dass der Landrat dem Termin fern geblieben ist. Die beim Land beantragten Fördermittel müssen jetzt endlich fließen, um die Zustände für Schüler und Lehrer der Oderberger Schule schnellstmöglich zu verbessern und die Schule nachhaltig fit für die Zukunft zu machen. Oderberg hat großes Potential. Unsere Region ist attraktiv, gerade auch für junge Familien mit Kindern. Schulen und Kitas mit einer guten personellen, materiellen und baulichen Ausstattung sind Daseinsvorsorge und steigern die Attraktivität der Region als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt. 

Die Märkische Oderzeitung berichtet am 27.10.2017 mit dem Artikel „Langes Warten auf die Schultoilette“ über die Gesprächsrunde an der Oderberger Schule und die Probleme mit dem Förderantrag. Lesen Sie den Artikel auf der Internetseite der MOZ unter dem folgenden Link: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1614432.

Einen Auszug aus dem Artikel stelle ich Ihnen gern hier zur Verfügung:

„Vor ein paar Jahren kam der Hang an der Grundschule Oderberg ins Rutschen. Das Toilettenhäuschen wurde gesperrt. Bis heute leben die Schüler mit einer Containerlösung. Weil neue Sanitäranlagen auf sich warten lassen, hat sich Politiker Jens Koeppen eingeschaltet.

Die Nerven liegen blank. Weniger bei den Oderberger Schülern, die nun schon so lange (im Januar sind es drei Jahre) in einem Notbehelf auf die Toilette gehen, der in Form eines weißen Containers auf dem Schulhof steht. Etwas Vergleichbares gibt es in der Region nicht. Es sind die Eltern und Vertreter der Stadt, bei denen die Geduld zunehmend ein Ende nimmt. (..)

Das lange Prozedere des Vorhabens hatte in der vergangenen Woche Jens Koeppen, Bundestagsabgeordneter der CDU/CSU, auf den Plan gerufen. Bei einem Besuch der Oderberger Schule diskutierte er mit Elternvertretern, dem Amtsdirektor, Schulrätin Petra Krauß sowie Bürgern über die Optionen. Er kritisierte, dass der Landrat trotz Einladung fernblieb und die generell zu geringe Unterstützung durch den Landkreis. Koeppen appellierte an die Anwesenden, den Druck auf das Ministerium zu erhöhen. Man müsse Gegenden im ländlichen Raum auf die Stadtflucht vorbereiten und dazu gehöre eine gut ausgebaute Schule. Auch das Amt bekam Schelte. Bürger warfen vor, dass es seine Arbeit „nicht richtig“ mache.

Nach den Toiletten müssen die Planungen aber weitergehen: Bei zunehmenden Schülerzahlen werden die Räumlichkeiten schon bald nicht mehr ausreichen. (..)“

Quelle: www.moz.de, 27.10.2017

Bild © Jens Koeppen

 

 

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