Neuregelungen im Jahr 2018 im Bereich Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Förderprogramm für alternative Antriebe für Städte und Kommunen veröffentlicht
29. Dezember 2017
Gesetzliche Neuregelungen 2018
8. Januar 2018

Neuregelungen im Jahr 2018 im Bereich Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Fam­i­lien­leis­tun­gen

Das Kindergeld, der Kinder­frei­be­trag und der Unter­haltsvorschuss wer­den zum 1. Jan­u­ar 2018 erhöht.

Mut­ter­schutz

Im Jahr 2017 wurde das Mut­ter­schutzrecht umfassend reformiert: Nach der Geburt eines Kindes mit Behin­derung gilt eine län­gere Schutzfrist; pri­vat kranken­ver­sicherte Müt­ter sind finanziell bess­er abgesichert.

Zum 1. Jan­u­ar 2018 treten noch weit­ere Änderun­gen in Kraft. Vor allem gilt das Mut­ter­schutzge­setz dann für mehr Frauen als bish­er: Für Schü­lerin­nen und Stu­dentin­nen gilt es, wenn sie ein Pflicht­prak­tikum absolvieren oder wenn ihre Aus­bil­dungsstelle den Ort, die Zeit und den Ablauf der Aus­bil­dungsver­anstal­tung verpflich­t­end vorgibt. Auch Entwick­lung­shelferin­nen, Frauen im Bun­des­frei­willi­gen­di­enst oder arbeit­nehmerähn­liche Selb­st­ständi­ge wer­den dann aus­drück­lich durch das Mut­ter­schutzge­setz geschützt.

Die Regelun­gen zum Ver­bot zur Nacht- und Son­ntagsar­beit wer­den branche­nun­ab­hängig gefasst. Für die Arbeit nach 20 Uhr bis 22 Uhr wird ein behördlich­es Genehmi­gungsver­fahren einge­führt. Die Regelun­gen zur Gestal­tung der Arbeits­be­din­gun­gen für schwan­gere und stil­lende Frauen wer­den klar­er und ver­ständlich­er. Außer­dem erar­beit­et ein neuer Auss­chuss für Mut­ter­schutz prax­is­na­he Empfehlun­gen zur Umset­zung des Mut­ter­schutzes.

Kindergeld

Das Kindergeld zählt zu den wichtig­sten Leis­tun­gen für Fam­i­lien in Deutsch­land. Es erre­icht die Fam­i­lien direkt und trägt damit zu ihrer finanziellen Ent­las­tung bei. Zum Jahreswech­sel erfol­gt eine Erhöhung um je zwei Euro:

• für das erste und zweite Kind steigt das Kindergeld auf jew­eils 194 Euro monatlich,
• für das dritte Kind auf 200 Euro monatlich,
• für das vierte und jede weit­ere Kind auf jew­eils 225 Euro monatlich.

Kindergeld gibt es grund­sät­zlich für alle Kinder bis zum 18. Leben­s­jahr, für Kinder in Aus­bil­dung bis zum 25. Leben­s­jahr und für arbeit­slose Kinder bis zum 21. Leben­s­jahr.

Kinder­frei­be­trag

Eltern bekom­men entwed­er Kindergeld oder die steuer­lichen Frei­be­träge für Kinder bei der Einkom­men­steuer. Das Finan­zamt prüft im Rah­men der jährlichen Einkom­men­steuerver­an­la­gung automa­tisch, ob für die Eltern die Frei­be­träge für Kinder oder das aus­bezahlte Kindergeld gün­stiger sind.

Der Kinder­frei­be­trag erhöht sich zum 1. Jan­u­ar 2018 um 72 Euro auf 4788 Euro. Der Frei­be­trag für den Betreu­ungs-, Erziehungs-, oder Aus­bil­dungs­be­darf beträgt unverän­dert 2640 Euro.

Unter­haltsvorschuss
Mit dem Unter­haltsvorschuss unter­stützt der Staat Allein­erziehende und Kinder, wenn das andere Eltern­teil nicht oder unregelmäßig Unter­halt zahlt. Die Höhe des Unter­haltsvorschuss­es richtet sich nach dem Alter der Kinder und steigt 2018:

• für Kinder bis 5 Jahren von 150 auf 154 Euro monatlich,
• für Kinder von 6 bis 11 Jahren von 201 auf 205 Euro monatlich,
• für Kinder von 12 bis 17 Jahren von 268 auf 273 Euro monatlich.

Ent­gelt­trans­paren­zge­setz

Das Gesetz für mehr Lohn­gerechtigkeit oder Ent­gelt­trans­paren­zge­setz ist im Juli 2017 in Kraft getreten. Ab dem 6. Jan­u­ar 2018 gilt der indi­vidu­elle Auskun­ft­sanspruch in Betrieben und Dien­st­stellen mit mehr als 200 Beschäftigten.

Beschäftigte haben dann das Recht zu erfahren, nach welchen Kri­te­rien und Ver­fahren ihr Lohn fest­gelegt wurde. Das­selbe gilt für Tätigkeit­en, die die Beschäftigten als gle­ich oder gle­ich­w­er­tig eracht­en. Außer­dem kön­nen Beschäftigte erfahren, wie viel der Arbeit­ge­ber für die Ver­gle­ich­stätigkeit bezahlt. Dafür muss die Tätigkeit von min­destens sechs Per­so­n­en des jew­eils anderen Geschlechts aus­geübt wer­den. Die neue Trans­parenz soll helfen, ungerecht­fer­tigte Ent­gel­tun­ter­schiede zu beseit­i­gen.

Bild Jens Koep­pen

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