Ökostromumlage-Umlage sinkt leicht

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Ökostromumlage-Umlage sinkt leicht

Die Ökostrom-Umlage fällt im kom­menden Jahr etwas geringer aus: Sie beträgt dann 6,792 Cent pro Kilo­wattstunde. Im Ver­gle­ich zu diesem Jahr sinkt die Umlage für Strom aus Wind­kraft und Sonne um 1,3 Prozent. Das haben die Net­z­be­treiber 50Hertz, Ampri­on, Ten­net und TransnetBW mit­geteilt. Die Umlage zur Förderung der Erneuer­baren Energien geht damit erst zum zweit­en Mal seit der Ein­führung im Jahr 1998 zurück. Der Rück­gang ist allerd­ings so ger­ing, dass sich Haushalt­skun­den kaum Hoff­nun­gen auf fal­l­ende Strompreise machen kön­nen.

Die EEG-Umlage wird als Dif­ferenz zwis­chen dem Preis, den Erzeuger für ihren Strom bekom­men, und den garantierten Abnah­mepreisen für Ökostrom berech­net. Je niedriger der Börsen­preis, den Energiekonz­erne zahlen müssen, desto höher die Umlage.

Um die Höhe der EEG-Umlage festzule­gen, schätzen die Über­tra­gungsnet­z­be­treiber, welche Ein­nah­men und Aus­gaben sich für sie für das fol­gende Jahr ergeben: wie viel Geld sie voraus­sichtlich im darauf fol­gen­den Jahr an die Erzeuger von Ökostrom zahlen müssen und welche Summe sie für diese Energie an der Strom­börse bekom­men. Auf der Grund­lage des Erneuer­bare-Energien-Geset­zes (EEG) und der Aus­gle­ichsmech­a­nis­mus-Verord­nung leg­en die Net­z­be­treiber die Umlage fest und veröf­fentlichen sie dann Mitte Okto­ber.

Haup­tkos­ten­treiber sind soge­nan­nte net­zsta­bil­isierende Maß­nah­men. Sie sind nötig, weil immer mehr Wind- und Son­nen­strom ins Netz drängt. Die Stromerzeu­gung aus diesen Quellen ist nur schw­er kalkulier­bar und erfordert kos­ten­trächtige Aus­gle­ichs­maß­nah­men. Immer wieder müssen die Unternehmen in den laufend­en Net­z­be­trieb ein­greifen, Reservekraftwerke ein­schal­ten und Wind­parks abregeln. Allein im ver­gan­genen Jahr hat Ten­net für net­zsta­bil­isierende Maß­nah­men 660 Mil­lio­nen Euro aus­gegeben. Im ersten Hal­b­jahr 2017 ist der Aufwand für net­zsta­bil­isierende Maß­nah­men noch ein­mal deut­lich gestiegen. Zurzeit ste­hen sie für 60 Prozent der Net­zent­gelte, 25 Prozent ent­fall­en auf Investi­tio­nen für den Net­zaus­bau. Laut Energiewende-Index der Fir­ma McK­in­sey haben sich die Kosten für net­zsta­bil­isierende Maß­nah­men seit 2014 auf nun­mehr 7,34 Euro pro Megawattstunde ver­dop­pelt.

Bei ihrer Ein­führung vor 17 Jahren betrug die Umlage, die die Ver­brauch­er über die Strom­rech­nung bezahlen, 0,19 Cent pro Kilo­wattstunde Strom. Sei­ther stieg sie von Jahr zu Jahr. Beson­ders hoch fie­len die Anstiege von 2010 auf 2011 und von 2012 auf 2013 aus. Deshalb hat die Bun­desregierung das EEG im Jahr 2014 nov­el­liert. So sank die Umlage 2015 erst­mals, und zwar von 6,24 Cent auf 6,17 Cent. 2016 betrug sie 6,35 Cent pro Kilo­wattstunde, im laufend­en Jahr 6,88 Cent.

Durch das EEG 2017 wird die Vergü­tung für den erneuer­baren Strom nicht wie bish­er staatlich fest­gelegt, son­dern durch Auss­chrei­bun­gen am Markt ermit­telt. Ende Juni hat der Bun­destag die schrit­tweise, bun­desweite Vere­in­heitlichung der Über­tra­gungsnet­zent­gelte beschlossen. Bun­deswirtschaftsmin­is­terin Brigitte Zypries erk­lärte: “Die Reform der Net­zent­gelte ver­ringert regionale Unter­schiede und schafft mehr Verteilungs­gerechtigkeit. Für die Akzep­tanz des Pro­jek­ts Energiewende ist eine faire Verteilung auf alle Schul­tern entschei­dend.”

Bild © Jens Koep­pen

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