Regel­werk zur Migra­ti­on

Erst- und Zweit­stim­men­ver­tei­lung im Wahl­kreis Ucker­mark-Bar­nim I
29. September 2017
Still­stand in Bran­den­burg
9. Oktober 2017

Regel­werk zur Migra­ti­on

Unse­re Posi­ti­on ergibt sich aus dem Regie­rungs­pro­gramm sowie aus den gemein­sa­men Beschlüs­sen von CDU und CSU. Wir beken­nen uns zum Recht auf Asyl im Grund­ge­setz sowie zur Gen­fer Flücht­lings­kon­ven­ti­on und zu unse­ren aus dem Recht der EU resul­tie­ren­den Ver­pflich­tun­gen zur Bear­bei­tung jedes Asyl­an­trags.

Wir set­zen unse­re Anstren­gun­gen fort, die Zahl der nach Deutsch­land und Euro­pa flüch­ten­den Men­schen nach­hal­tig und auf Dau­er zu redu­zie­ren, damit sich eine Situa­ti­on wie die des Jah­res 2015 nicht wie­der­ho­len wird und kann: Durch Bekämp­fung von Flucht­ur­sa­chen, durch ent­schlos­se­nes Vor­ge­hen gegen Schlep­per und Schleu­ser und durch Zusam­men­ar­beit mit UNHCR, 10M und Her­kunfts- und Tran­sit­staa­ten sowie durch lega­le Auf­nah­me­in­stru­men­te. Das garan­tie­ren wir.

Wir wol­len errei­chen, dass die Gesamt­zahl der Auf­nah­men aus huma­ni­tä­ren Grün­den (Flücht­lin­ge und Asyl­be­wer­ber, sub­si­di­är Geschüt­ze, Fami­li­en­nach­zug, Relo­ca­ti­on und Resett­le­ment, abzüg­lich Rück­füh­run­gen und frei­wil­li­ge Aus­rei­sen künf­ti­ger Flücht­lin­ge) die Zahl von 200.000 Men­schen im Jahr nicht über­steigt.

Dazu legen wir kon­kre­te Maß­nah­men fest, die die Ein­hal­tung die­ses Rah­mens sichern:

Flucht­ur­sa­chen­be­kämp­fung, Zusam­men­ar­beit mit Her­kunfts- und Tran­sit­län­dern nach dem Vor­bild des EU-Tür­kei-Abkom­mens, Schutz der EU-Außen­gren­zen, EU-wei­te gemein­sa­me Durch­füh­rung von Asyl­ver­fah­ren an den Außen­gren­zen sowie gemein­sa­me Rück­füh­run­gen von dort, Reform des GEAS und des Dub­lin-Sys­tems.

In Deutsch­land wer­den Asyl­ver­fah­ren für alle neu Ankom­men­den in Ent­schei­dungs- und Rück­füh­rungs­zen­tren nach dem Vor­bild von Man­ching, Bam­berg und Hei­del­berg gebün­delt. Die Asyl­be­wer­ber ver­blei­ben dort bis zur schnellst­mög­li­chen Ent­schei­dung ihres Antra­ges. Die erfor­der­li­chen aus­län­der­recht­li­chen Ent­schei­dun­gen wer­den dort getrof­fen. Im Fal­le der Ableh­nung ihres Antra­ges wer­den sie aus die­sen Ein­rich­tun­gen zurück­ge­führt.

Die Lis­te der siche­ren Her­kunfts­län­der muss erwei­tert wer­den. Dies gilt jeden­falls für Marok­ko, Alge­ri­en und Tune­si­en.

Die Grenz­kon­trol­len wer­den auf­recht­erhal­ten bis der EU-Außen­grenz­schutz gewähr­leis­tet ist.

Der Fami­li­en­nach­zug zu sub­si­di­är Geschütz­ten bleibt aus­ge­setzt.

Soll­te das oben genann­te Ziel wider Erwar­ten durch inter­na­tio­na­le oder natio­na­le Ent­wick­lun­gen nicht ein­ge­hal­ten wer­den, wer­den die Bun­des­re­gie­rung und der Bun­des­tag geeig­ne­te Anpas­sun­gen des Ziels nach unten oder oben beschlie­ßen.

Im Übri­gen wer­den wir unse­re Anstren­gun­gen ver­stär­ken, voll­zieh­bar Aus­rei­se­pflich­ti­ge schnellst­mög­lich zurück­zu­füh­ren.

Migra­ti­on in den Arbeits­markt

Wir haben eine kla­re gemein­sa­me Posi­ti­on zur Steue­rung von Ein­wan­de­rung in den Arbeits­markt, die sich am Bedarf unse­rer Volks­wirt­schaft ori­en­tie­ren muss: Kein Arbeits­platz soll unbe­setzt blei­ben, weil es an Fach­kräf­ten fehlt. Des­halb sind wir zur Erar­bei­tung eines Fach­kräf­te-Zuwan­de­rungs­ge­set­zes bereit.

Bild © Jens Koep­pen

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