Still­stand in Bran­den­burg

Öko­strom­um­la­ge-Umla­ge sinkt leicht
26. Oktober 2017
Offe­ner Brief von Jens Koep­pen MdB
26. Oktober 2017

Still­stand in Bran­den­burg

— Woid­kes Kri­tik ohne Sub­stanz – Haus­auf­ga­ben in Bran­den­burg wer­den zur Bug­wel­le – Frust bei Bür­gern wächst —

Gern stel­le ich Ihnen hier mei­ne Pres­se­er­klä­rung „Still­stand in Bran­den­burg“ zur Ver­fü­gung:

Zur Kri­tik des Bran­den­bur­gi­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Diet­mar Woid­ke an der Bun­des­kanz­le­rin und der Behaup­tung, dass Deutsch­land zum Still­stand gekom­men sei, erklär­te der direkt gewähl­te Abge­ord­ne­te von Ucker­mark und Bar­nim Jens Koep­pen:

Ich ver­ste­he, dass bei dem 17 Pro­zent Ergeb­nis für die SPD der bran­den­bur­gi­sche Minis­ter­prä­si­dent zuneh­mend Ner­ven zeigt. Jetzt aber Deutsch­land wei­ter schlecht zu reden, wird den Zuspruch für die Sozi­al­de­mo­kra­tie nicht stär­ken.“, so Koep­pen.

Die Haus­auf­ga­ben für die Lan­des­re­gie­rung wer­den mitt­ler­wei­le zu einer rich­ti­gen Bug­wel­le. Hier könn­te der Minis­ter­prä­si­dent aus­gie­big zei­gen, dass er Gestal­tungs­an­spruch hat. Der Frust der Bür­ger in unse­rer Regi­on in Hin­blick auf die Ent­schei­dun­gen der Pots­da­mer Lan­des­re­gie­rung nimmt dra­ma­tisch zu.“

Schlag­wort­ar­tig nann­te Koep­pen die Schul­si­tua­ti­on, die absur­de Kreis­ge­biets­re­form, den BER, die Inne­re Sicher­heit und den Kon­flikt hin­sicht­lich des unge­steu­er­ten Aus­baus der Wind­ener­gie in Bran­den­burg.

Wie fra­gil die Situa­ti­on für den Minis­ter­prä­si­den­ten im Bran­den­burg ist, belegt für Jens Koep­pen bei­spiels­wei­se die Abstim­mung zur Kreis­ge­biets­re­form im Kreis­tag Ucker­mark. Dort hat­te der gesam­te Kreis­tag sich für den sofor­ti­gen Stopp der Reform aus­ge­spro­chen.

Der Frak­ti­ons­chef der SPD im Land­tag Bran­den­burg ist Mit­glied im Kreis­tag Ucker­mark und eben­falls ein wei­te­rer Abge­ord­ne­ter der SPD Land­tags­frak­ti­on. Bei­de haben es nicht ver­mocht bei nur einem ein­zi­gen Mit­glied des Kreis­ta­ges erfolg­reich für die­se Kreis­ge­biets­re­form zu wer­ben. Das ist nicht nur ein fata­les Signal, son­dern das zeigt auf ganz dras­ti­sche Wei­se, wie wenig Zuspruch die­se Reform in Wirk­lich­keit in Bran­den­burg hat. Das Fest­hal­ten unter die­sen Umstän­den zeigt, hier regiert schon der Starr­sinn!“ for­mu­lier­te Jens Koep­pen.

Koep­pen fügt hin­zu: „Der Wind­kraft­aus­bau im Land Bran­den­burg, ohne dass Lei­tun­gen vor­han­den sind und die Ener­gie wirk­lich genutzt wer­den kann, ist ein Beweis für eher ideo­lo­gisch betrie­be­ne Poli­tik statt ratio­na­lem Han­deln. Es ist Zeit mit den Bür­gern end­lich über Akzep­tanz­kri­te­ri­en zur Wohn­be­bau­ung ver­bind­lich zu ver­han­deln. Dafür brau­chen wir ein Aus­bau-Mora­to­ri­um! Die feh­len­den Lei­tun­gen im Land, um die Ener­gie der neu errich­te­ten Wind­rä­der abzu­trans­por­tie­ren, füh­ren auch das Kli­ma­schutz-Argu­ment ad absur­dum. Wie kein ande­res Bun­des­land ver­mei­det die Lan­des­re­gie­rung den not­wen­di­gen Dia­log mit den Bür­gern und treibt den mas­si­ven Aus­bau der Wind­ener­gie vor­an. Hier muss umge­steu­ert wer­den. Ein „wei­ter so“ ris­kiert sonst die Zustim­mung der Bür­ger zur Ener­gie­wen­de.“

Abschlie­ßend warn­te Jens Koep­pen davor, dass sich die Lan­des­re­gie­rung in Oppo­si­ti­on zur zukünf­ti­gen Bun­des­po­li­tik begibt. „Die Men­schen wol­len, dass es im Land Bran­den­burg vor­an­geht. Der Minis­ter­prä­si­dent hat Lan­des­in­ter­es­sen zu ver­tre­ten und nicht in ers­ter Linie Par­tei­in­ter­es­sen. Was dem Land nützt, darf Pots­dam nicht auf Bun­des­ebe­ne blo­ckie­ren.“

Bild © Jens Koep­pen

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