„Stundenausfall überdurchschnittlich“

„Stundenausfall überdurchschnittlich“

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Lehrermangel und Unterrichtsausfall sind an Brandenburger Schulen leider keine Ausnahme, sondern eher die traurige Regel. Auch wenn der Brandenburgische Bildungsminister dies bestreitet, ist der Ausfall an Unterrichtsstunden in Brandenburg, und so auch in der Uckermark und dem Barnim, überdurchschnittlich hoch.

Die Eltern einer weiterführenden Schule in Schwedt haben sich mit einem Hilferuf an mich gewandt. Seit dem Ende der Winterferien, Ende Februar 2017, fällt beispielsweise der Französischunterricht  für beide 9. Klassen aus. Aber auch Mathematik und andere Unterrichtsfächer sind immer wieder betroffen.

Zusammen mit dem bildungspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Gordon Hoffmann, habe ich die Schule in Schwedt besucht. Ich möchte die Eltern dabei unterstützen, die jetzige Situation an der Schule transparent zu machen und bei der Landeregierung auf Verbesserungen zu drängen.

Über den Besuch und die Situation an der Schule berichtete die Märkische Oderzeitung mit dem Artikel „Stundenausfall überdurchschnittlich“ am 09.05.2017 auf ihrer Internetseite. Den vollständigen Artikel können Sie unter dem folgenden Link lesen: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1572364

Einen Auszug aus dem Artikel stelle ich Ihnen gern nachfolgend zur Verfügung.

Aus dem Artikel:

„Bildungsminister Günter Baaske (SPD) meint, Lehrermangel führt nicht zu Unterrichtsausfall in nennenswerten Größenordnungen. An der Schwedter Talsandschule fehlen ein Französisch- und ein Mathematiklehrer. Stundenausfall im März: rund fünf Prozent.

Elternsprecher Steffen Knauthe geht jetzt auf die Barrikaden. Er hat Buch geführt über den Stundenausfall an der Gesamtschule Talsand. Sein Sohn berichtete, dass der Französisch-Unterricht ausfällt. Knauthe führte fortan Statistik. Da nach sind von den 1860 Stunden im März fast fünf Prozent ausgefallen. Im April sind 43 Stunden Französisch ausgefallen.

Minister Baaske hatte den Bundestagsabgeordneten Jens Koeppen auf dessen Anfrage in der Sache bereits im März informiert: „Die Höhe der ersatzlos ausgefallenen Unterrichtsstunden bewegt sich in den letzten Jahren auf einem niedrigen Niveau…. Auch in ihrem Wahlkreis weichen die Zahlen nicht wesentlich vom Durchschnitt ab (Kreis Barnim 1,8 Prozent, Kreis Uckermark 2,3 Prozent).“ Lehrermangel habe im 2. Schulhalbjahr 2015/2016 mit durchschnittlich 0,2 Prozent aller zu vertretenden Stunden an allgemeinbildenden Schulen, bezogen auf das Stundensoll, fast den geringsten Anteil. Die Reduzierung des Unterrichtsausfalls auf ein Mindestmaß nennt Baaske im Brief an Koeppen eines seiner „zentralen politischen Ziele“.
Das Mindestmaß an Ausfallstunden ist nach Ansicht von Elternsprecher Steffen Knauthe an der Talsandschule längst überschritten. Seiner Rechnung nach ist die Ausfallquote in Mathematik und Französisch „massiv“, und der Stundenausfall „deutlich über dem von Herrn Baaske prognostizierten Durchschnitt von 2,3 Prozent in der Uckermark. Die Talsandschule liegt in der Summe irgendwo bei fünf bis sechs Prozent.“
(…)
Am Montag hat der Elternsprecher der Talsandschule den bildungspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Gordon Hoffmann, den CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen und Elternvertreter Swen Glasenapp zu einem nicht öffentlichen Krisentreffen mit der Talsand-Schulleitung eingeladen. (…)“
Quelle: www.moz.de, 09.05.2017
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