Zug um Zug bes­ser ver­bun­den – 3. Bür­ger­fo­rum

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Zug um Zug bes­ser ver­bun­den – 3. Bür­ger­fo­rum

Kürz­lich lud der CDU-Kreis­ver­band Bar­nim inter­es­sier­te Bür­ger zu sei­nem 3. Bür­ger­fo­rum ein. Auch ich war vor Ort, um zu den The­men Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr, Bahn­li­ni­en, Infra­struk­tur­er­halt und -aus­bau mit­zu­dis­ku­tie­ren.

Lesen Sie hier den offi­zi­el­len Pres­se-Bericht zum Bür­ger­fo­rum:

CDU-Vor­sit­zen­der Danko Jur zu Beginn des Bür­ger­fo­rums: „Wir wol­len auch heu­te wie­der ins direk­te Gespräch mit den Men­schen im Land­kreis kom­men und ich den­ke, dass The­ma betrifft auch vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger des Bar­nims.“ Jur konn­te als Gast dabei den ver­kehrs­po­li­ti­schen Spre­cher der Bran­den­bur­ger CDU-Land­tags­frak­ti­on Rai­ner Genil­ke begrü­ßen, der den etwa 40 Anwe­sen­den die Inhal­te der neu erstell­ten CDU-Ent­wick­lungs­stra­te­gie für den Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr (SPNV) in Ber­lin und Bran­den­burg vor­stell­te. Die Stra­te­gie wur­de im Auf­trag der Ber­li­ner und Bran­den­bur­ger CDU-Frak­tio­nen von Ver­kehrs­fach­leu­ten der Inno­ver­se GmbH erar­bei­tet und trägt den Titel „Ber­lin und Bran­den­burg – Zug um Zug bes­ser ver­bun­den“.

Die Züge sind zu voll, es fah­ren zu wenig Züge und die Fahr­zei­ten sind auch durch das Umstei­gen zu lang“, fass­te der ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Frak­ti­on im Land­tag Bran­den­burg, Rai­ner Genil­ke, die der­zei­tig bestehen­den Pro­ble­me zu Beginn sei­nes Vor­tra­ges zusam­men. „Die Prä­mis­se war des­halb, dass Ober­zen­tren in maxi­mal 60 Minu­ten, Mit­tel­zen­tren in maxi­mal 90 Minu­ten und die Mit­tel­zen­tren im Ber­li­ner Umland in maxi­mal 30 Minu­ten mit Ber­lin ver­bun­den wer­den. Damit ver­bes­sert sich für 1,6 Mil­lio­nen Bran­den­bur­ger die Bahn­an­bin­dung sowohl durch häu­fi­ge­re als auch direk­te­re Ver­bin­dun­gen“, so Genil­ke wei­ter. Er nann­te auch kon­kre­te mög­li­che Ver­bes­se­run­gen für den Bar­nim. Mit den gebrach­ten Vor­schlä­gen könn­te man 3 neue Direkt­fahr­ten je Stun­de von Ebers­wal­de ins Ber­li­ner Zen­trum errei­chen, wovon natür­lich auch Biesen­thal mit zusätz­li­chen Hal­ten pro­fi­tie­ren wür­de. Mit neu­en Lini­en­füh­run­gen und Erwei­te­run­gen könn­te man wei­te­re ca. 15.000 Ein­woh­ner des Lan­des Bran­den­burg ent­lang der Stre­cke Ber­lin – Groß Schönebeck/Wensickendorf (Hei­de­kraut­bahn) errei­chen. „Mit der zweck­ent­spre­chen­den Ver­wen­dung der Regio­na­li­sie­rungs­mit­tel des Bun­des sind die Maß­nah­men finan­zier­bar“, ist sich der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te dabei sicher.

Sei­ne Mei­nung zur kürz­lich vor­ge­leg­ten Mobi­li­täts­stra­te­gie der rot-roten Bran­den­bur­ger Lan­des­re­gie­rung war dann auch sehr ein­deu­tig. „Die­se Stra­te­gie ist ein Sam­mel­su­ri­um mit vie­len Phra­sen. Mit solch einer Grund­la­ge die Aus­schrei­bung der Ver­kehrs­leis­tun­gen für die Jah­re 2022 bis 2032 vor­an zu trei­ben, bringt kei­ner­lei Ver­bes­se­rung, da bis­he­ri­ge Lini­en­struk­tu­ren zemen­tiert wer­den. Die­se Aus­schrei­bung muss unbe­dingt gestoppt wer­den“, sag­te Genil­ke wäh­rend sei­ner Aus­füh­run­gen.

Vize­land­rat Cars­ten Bock­hardt, im Land­kreis für den öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr zustän­dig, schil­der­te anschlie­ßend die der­zei­ti­ge Situa­ti­on im Bar­nim. „Wir haben im Haus­halt 2017 enor­me Mit­tel mehr ein­ge­plant, um die ÖPNV-Situa­ti­on wei­ter zu ver­bes­sern. 2018 wird die­ser Etat noch­mals auf­ge­stockt“, erklär­te er. Bock­hardt lob­te die Ent­wick­lungs­stra­te­gie: „Sie zeigt Mög­lich­kei­ten auf, wie schnel­le­re, häu­fi­ge­re und direk­te­re Ver­bin­dun­gen im Regio­nal­ver­kehr erreicht wer­den kön­nen, die dann auch zu einer Erhö­hung der Attrak­ti­vi­tät des Stand­or­tes Bran­den­burg bei­tra­gen.“

Der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Jens Koep­pen (CDU) begrüß­te eben­falls die auf­ge­zeig­ten Ansät­ze und Mög­lich­kei­ten. „In einem Flä­chen­land wie Bran­den­burg ist es enorm wich­tig, dass die Men­schen sich auch mit dem Per­so­nen­nah­ver­kehr bewe­gen kön­nen. Das Land ist hier auch in der Pflicht, die Regio­na­li­sie­rungs­mit­tel des Bun­des für den Schie­nen­ver­kehr ein­zu­set­zen und nicht damit zweck­fremd den ÖPNV im Land zu finan­zie­ren“, sag­te er vor der Dis­kus­si­ons­run­de.

Bei der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on sahen die Teil­neh­mer die Ent­wick­lungs­stra­te­gie als äußerst gelun­ge­ne Grund­la­ge für wei­te­re Maß­nah­men. Die Fra­ge­stel­lun­gen gin­gen dann auch vor allem in Rich­tung der mög­li­chen Umset­zung der ein­zel­nen beschrie­be­nen Maß­nah­men.

Rai­ner Genil­ke erklär­te dazu: „Man wird die Maß­nah­men nicht von heu­te auf mor­gen umset­zen, weil vor­her noch vie­le recht­li­che und pla­ne­ri­sche Fra­gen zu klä­ren sind. Man muss aller­dings jetzt die Grund­la­gen schaf­fen und begin­nen, sonst wird es in 20 Jah­ren auch nicht bes­ser sein. Der Sied­lungs­druck wird dahin­ge­hend sicher­lich noch stei­gen. Da muss man jetzt die Din­ge auch mal anpa­cken und machen!“

Danko Jur mein­te am Ende der rund 2stündigen Ver­an­stal­tung: „Ich den­ke hier wur­de ein äußerst gutes Kon­zept erar­bei­tet, wel­ches auch zeigt, dass die Bran­den­bur­ger CDU gestal­te­risch für unser Land wir­ken möch­te.“

Bild © Jens Koep­pen

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