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Aktionsplan vorgestellt — Mit MINT in die Zukunft

Mehr Men­schen für Math­e­matik, Infor­matik, Natur­wis­senschaften und Tech­nik begeis­tern: Das ist das Ziel des MINT Aktion­s­plans, den Bil­dungsmin­is­terin Kar­liczek vorgestellt hat. 55 Mil­lio­nen Euro ste­hen bis 2022 für Investi­tio­nen in die MINT-Bil­dung bere­it.

Der MINT-Aktion­s­plan will mehr Kindern und Jugendlichen Lust auf das Exper­i­men­tieren machen. Auch wenn Kinder und Jugendliche an Orten wie diesem Berlin­er Schüler­la­bor ein­mal nach Herzenslust exper­i­men­tieren kön­nen: Tat­säch­lich hält sich die Begeis­terung für MINT-Fäch­er häu­fig in Gren­zen. Kinder seien oft noch neugierig und exper­i­men­tier­freudig. Grund genug für die Entwick­lung des MINT-Aktion­s­plans, mit dem ger­ade Jugendliche ange­sprochen wer­den sollen. Laut Kar­liczek ist es von beson­der­er Bedeu­tung, dass sich junge Leute ver­stärkt für den tech­nisch-natur­wis­senschaftlichen Bere­ich inter­essieren. So kön­nten beispiel­sweise Vorschläge der Such­maschi­nen im Inter­net oder die Entwick­lung neuer Ideen und Geschäftsmod­elle nur bew­ertet wer­den, wenn man selb­st ver­ste­he, was ein Algo­rith­mus ist.

Der Aktion­s­plan stärkt die Maß­nah­men und das Engage­ment der Bun­desregierung in vier Bere­ichen.

Die Ziele sind:

  • MINT-Bil­dung für Kinder und Jugendliche fördern
  • Fachkräfte­man­gel in MINT-Berufen ent­ge­gen­wirken
  • Chan­cen von Mäd­chen und Frauen in MINT-Berufen steigern und
  • der Gesellschaft die hohe Bedeu­tung von MINT aufzeigen.

Deshalb ste­hen die 10- bis 16-Jähri­gen im Fokus. Diese Ziel­gruppe will das Bil­dungsmin­is­teri­um mit regelmäßig stat­tfind­en­den, wiederkehren­den und betreuten Ange­boten in der MINT-Bil­dung fördern.

Konkret soll ein Wet­tbe­werb deutsch­landweit 30 bis 40 Clus­ter fördern, in dem sich regionale MINTAk­teure zusam­men­tun und dauer­hafte Ini­tia­tiv­en durch­führen. Beispiel­haft für die Ansprache von jun­gen Frauen in der beru­flichen Bil­dung ist das Pro­jekt „SERENA“ und seine Weit­er­en­twick­lung „Mit­Ef­fekt“, soge­nan­nte „Seri­ous Games“. Das Com­put­er­spiel, das gezielt Mäd­chen zwis­chen 12 und 16 Jahren anspricht, stellt sehr real­ität­sna­he Auf­gaben und Rät­sel im Bere­ich erneuer­bar­er Energien. Die Nutzerin­nen kön­nen so spielerisch erfahren, welch­es tech­nis­che Wis­sen sie schon haben, das sie später in entsprechen­den Berufen ein­brin­gen kön­nen.

Weit­eres Kern­stück des Aktion­s­plans ist eine onli­negestützte, bun­desweite MINT-Plat­tform. Ziel ist, die pri­vat­en und staatlichen Aktiv­itäten bess­er miteinan­der zu ver­net­zen. Das Por­tal soll sich zugle­ich als virtueller Mark­t­platz etablieren und gute MINT-Prax­is in die Fläche brin­gen.

Darüber hin­aus will der Aktion­s­plan alle Maß­nah­men rund um die MINT-Förderung bekan­nter machen: Das entwick­elte Kom­mu­nika­tion­skonzept hat das Ziel, das MINT als etwas Pos­i­tives und Alltäglich­es wahrgenom­men wer­den soll.

Zudem fördert das Bil­dungsmin­is­teri­um Forschung zu erfol­gre­ich­er, qual­i­ta­tiv­er MINT-Bil­dung und iden­ti­fiziert Maß­nah­men, die ein langfristiges Inter­esse an MINT auf­bauen. Das Ini­tial­wort MINT set­zt sich zusam­men aus den Anfangs­buch­staben der Begriffe Math­e­matik, Infor­matik, Natur­wis­senschaften und Tech­nik. Der Begriff MINT ist eine zusam­men­fassende Beze­ich­nung von Unter­richts- und Stu­di­en­fäch­ern sowie Berufen aus den vier genan­nten Bere­ichen.

Bild © Jens Koep­pen

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