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Digitalisierung in Deutschland

Die Dig­i­tal­isierung  geht uns alle an.  Mit unser­er Arbeit im Auss­chuss Dig­i­tale Agen­da klären wir darüber auf, dass die dig­i­tal­en The­men keine The­men sind, die nur einzelne gesellschaftliche Grup­pen tang­ieren, son­dern The­men für Jed­er­mann und  Fragestel­lun­gen, die alle Lebens­bere­iche betr­e­f­fen. Immer weit­ere Anwen­dun­gen im Bere­ich Gesund­heit, Ver­wal­tung, bei den Online-Bezahlsys­te­men aber auch bei neuen Geräten, wer­den die Men­schen zunehmend für die Dig­i­tal­isierung sen­si­bil­isieren und auch den Nutzen spür­bar machen.

FOCUS-online griff dieses The­ma auf und berichtete zur Dig­i­tal­isierung mit dem Artikel “Unsere dig­i­tale Zukun­ft: Wohl­stand in Gefahr: Warum schnelles Inter­net alleine uns nicht zukun­fts­fähig macht” am 25.05.2015.

Lesen Sie den voll­ständi­gen Artikel unter https://www.focus.de/digital/internet/unsere-digitale-zukunft-warum-glasfaserkabel-alleine-deutschland-nicht-zukunftsfaehig-machen_id_4774379.html.

Einen Auszug aus dem Artikel stelle ich Ihnen gern hier zur Ver­fü­gung.

Aus dem Artikel:

Wer die Dig­i­tal­isierung ver­schläft, set­zt seine Zukun­ft aufs Spiel, ger­ade als Indus­tri­e­s­tandort. So weit, so bin­sensweise. Mit Net­zaus­bau alleine ist es jedoch nicht getan. Ger­ade Deutsch­land hat ein weit­eres, nur schw­er lös­bares Prob­lem.

2018 soll es soweit sein. Über­all in Deutsch­land sollen Inter­net­geschwindigkeit­en von min­destens 50 Megabit/Sekunde ver­füg­bar und die Bun­desre­pub­lik zukun­fts­fähig für Indus­trie 4.0, dig­i­tale Medi­zin sowie die pri­vat­en Surf­bedürfnisse der Bevölkerung sein.

Dieses ambi­tion­ierte Net­zaus­bau-Ziel ist der dig­i­tal­en Agen­da der Bun­desregierung zu ent­nehmen. Auch wenn es erre­icht wird, hat Deutsch­land jedoch mit einem Prob­lem zu kämpfen, dass es im glob­alen Dig­i­tal­isierungsren­nen zurück­w­er­fen kön­nte: Sein Alter.

Deutsch­land ist alt

Deutsch­land hat nach Japan und Mona­co die älteste Bevölkerung der Erde. Oder wie  EU-Kom­mis­sar Gün­ther Oet­tinger es aus­drückt: Deutsch­land fehlen im Ver­gle­ich zu anderen Staat­en mit jün­geren Bevölkerun­gen und größeren Geburten­rat­en ganze Jahrgänge von „Dig­i­tal Natives“.

Und damit fehlen eben auch die jun­gen Men­schen, die dig­i­tale Kom­pe­ten­zen schon alleine deswe­gen haben, weil sie in der dig­i­tal­en Welt groß gewor­den sind. Kurz gesagt: Es fehlen die dig­i­tal­en „Skills“, die in Zukun­ft entschei­dend wer­den. Auch wis­senschaftliche Dat­en unter­mauern das.

Deutsch­land hat dig­i­tal­en Nach­holbe­darf

Was den Dig­i­tal­isierungs­grad der Bevölkerung ange­ht, erre­icht Deutsch­land laut dem Dig­i­tal-Index der Dig­i­tal­isierungsini­tia­tive D21 nur 51,3 von 100 Punk­ten. Auch in einem EU-weit­en Ver­gle­ich schafft Deutsch­land es als Tech­nolo­gi­e­s­tandort lediglich auf Rang 10.

Die Demografie erweist sich auch in der D21-Studie als eine Bremse: So sind, wie zu erwarten, die älteren Deutschen, soge­nan­nte „Sil­ver­surfer“, am wenig­sten sou­verän im Umgang mit dem Netz. Während die 14 bis 39 Jähri­gen Dig­i­talin­dex-Werte von über 60, teil­weise fast 70 Punk­ten erre­ichen, sind es bei den über 50 bis 59 Jahre alten Deutschen nur noch 50,1, bei den über 60 Jähri­gen 42,9.

Dig­i­tal­isierung entschei­det über Zukun­ft

Außer­dem zeigt sich: Män­ner sind im Schnitt sou­verän­er als Frauen. Die Bil­dung (je höher die Bil­dungsniveau, desto höher der Dig­i­tal­isierungs­grad) und der Wohnort (je größer der Ort, umso dig­i­tal­isiert­er die Bevölkerung) haben eben­so Ein­fluss.

Dass es bei dig­i­tal­en Skills nicht nur um die Kom­pe­tenz zum Anse­hen von Katzen­videos geht, son­dern auch um die wirtschaftliche Zukun­ft des Lan­des, zeigt eine Umfrage der DIHK: 94 Prozent der Unternehmen sagten aus, dass ihre Arbeit von der Dig­i­tal­isierung bee­in­flusst werde. Gle­ichzeit­ig klagten 39 Prozent der Unternehmen über  fehlende Kom­pe­ten­zen bei ihren Mitar­beit­ern als Hemm­nis der Dig­i­tal­isierung.

(…) Alleine auf den Nach­wuchs zu hof­fen, ist angesichts der demografis­chen Entwick­lung Deutsch­lands wohl nicht genug. Das Wort „Fachkräftemän­gel schwirrt uns allen im Ohr. Was kann also getan wer­den, um die dig­i­tal­en Kom­pe­ten­zen der gesamten Bevölkerung in Deutsch­land zu stärken?

Konkrete Lösun­gen sind schw­er

Poli­tis­che Lösun­gen scheinen schw­er. Fragt man bei den Mit­gliedern des Bun­destagsauss­chuss­es zur dig­i­tal­en Agen­da nach, kom­men eher all­ge­meine Antworten zurück.

Auss­chuss­chef Jens Koep­pen (CDU) ver­weist auf die finanzielle Förderung dig­i­taler Bil­dungsange­bote. Zudem werde die ohne­hin fort­laufende Dig­i­tal­isierung des All­t­ags, wie Online-Ver­wal­tungsange­bote, die Bevölkerung zunehmend für die Dig­i­tal­isierung ein­nehmen.  (…)”

Quelle: www.focus.de, 25.06.2015

Bild © Jens Koep­pen

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