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Einblicke in die Digitalisierung von Morgen

Die Mit­glieder der Arbeits­gruppe Dig­i­tale Agen­da waren im Rah­men ein­er Del­e­ga­tion­sreise  des Auss­chuss­es Dig­i­tale Agen­da zum Aus­tausch mit Vertretern aus Poli­tik, Wirtschaft und Indus­trie zum Stand der Dig­i­tal­isierung vom 11. bis 17. April 2015 nach Süd­ko­rea und Japan gereist.

Die Del­e­ga­tion­sreise des Auss­chuss­es Dig­i­tale Agen­da nach Süd­ko­rea und Japan hat ein neues Bild vom Umgang mit der Dig­i­tal­isierung in Wirtschaft und Gesellschaft ver­mit­telt. Bei­de Län­der sind im Bere­ich des Umgangs mit tech­nis­chen Entwick­lun­gen in der Dig­i­tal­isierung Vorreiter.

Pos­i­tiv ist her­vorzuheben, dass deutsche Bemühun­gen im Rah­men ein­er Dig­i­tal­isierung der indus­triellen Pro­duk­tion rund um Indus­trie 4.0 sehr wohl pos­i­tiv im Aus­land wahrgenom­men wer­den und Deutsch­land als Vor­re­it­er auf diesem Gebi­et gese­hen wird.

Jens Koep­pen, Auss­chussvor­sitzen­der des Auss­chuss­es Dig­i­tale Agen­da, erk­lärt dazu:

Die anschaulichen Pilot­pro­jek­te wie die Smart-City Song­do oder das Pilot­pro­jekt Won­der-Life-Box 2020 von Pana­son­ic, das beispiel­sweise auch die Möglichkeit­en der Ver­net­zung der eige­nen Wohn­räume aufzeigt, demon­stri­eren die umfassende Verän­derung der Lebens­bere­iche durch die Dig­i­tal­isierung. Es ist nicht eine Frage „Ob“ es zu Verän­derun­gen kommt, son­dern „Wie“ diese Verän­derun­gen gestal­tet wer­den. Das Inter­net der Dinge kann nicht nur das Leben erle­ichtern, son­dern auch unglaubliche Vorteile für die Gesellschaft brin­gen. Die Pflege oder die medi­zinis­chen Kon­trollen von Patien­ten kön­nen im Inter­esse ein­er besseren Ver­sorgung mit dig­i­tal ver­net­zten Messsys­te­men rev­o­lu­tion­iert werden.“

Der unkri­tis­che Umgang mit den Dat­en, den diese Pilot­pro­jek­te auch offen zeigen, ist in Deutsch­land und Europa nicht denkbar.“, so die Ein­schätzung des Auss­chussvor­sitzen­den. Er plädierte dafür, dass weit­er an einem fairen europaweit­en Inter­esse­naus­gle­ich zwis­chen Sich­er­stel­lung von Inno­va­tion­s­möglichkeit­en und Schutz der per­sön­lichen Dat­en gear­beit­et wird.

Dr. Andreas Nick, Berichter­stat­ter für den Bre­it­ban­daus­bau im Auss­chuss Dig­i­tale Agen­da, erk­lärt dazu:

Sowohl Japan als auch Süd­ko­rea sind Vor­re­it­er im Bere­ich der flächen­deck­enden Inter­netver­sorgung. In Japan ist eine 98 prozentige Abdeck­ung der Haushalte mit Glas­fas­er – Anschlüssen bis vor die Haustüre (FTH – „Fiber to the Home“) – gewährleis­tet. Über die Hälfte aller Haushalte – im inter­na­tionalen Ver­gle­ich eine hohe Rate – nutzen bere­its diese bere­it­gestell­ten Glasfaseranschlüsse.

Auch im Bere­ich der 5G-Tech­nolo­gie präsen­tierten bei­de Län­der ihre detail­lierte Pla­nung und konkrete Meilen­steine für die Zukun­ft: Süd­ko­rea will den super­schnellen 5G-Stan­dard für die mobile Inter­netüber­tra­gung in einem Pilot­pro­jekt erst­mals 2018 in Pyeongchang während der Olymp­is­chen Win­ter­spiele testen. In Japan ist die all­ge­meine Ein­führung der 5G-Tech­nolo­gie im Rah­men der Olymp­is­chen Som­mer­spiele in Tokyo im Jahr 2020 geplant.

Im Rah­men eines Besuchs in der „Dig­i­tal City“ der Fir­ma Sam­sung kon­nte sich die Del­e­ga­tion von den Möglichkeit­en dieser neuen Tech­nik überzeu­gen: Eine Über­tra­gungsrate von 3,7 Giga-Bit wurde in einem Mod­el­lver­such vorgestellt. Dies entspricht dem 70fachen ein­er 50 Mega-Bit Verbindung. Damit wer­den kün­ftig die Gren­zen zwis­chen fes­t­net­zge­bun­den­em und mobilem Inter­net weit­ge­hend aufge­hoben und vol­lkom­men neue Anwen­dungs­felder, z.B. im Bere­ich des autonomen Fahrens oder E‑Health, denkbar.“

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