ElterngeldPlus und flexiblere Elternzeit starten am 01. Juli 2015

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ElterngeldPlus und flexiblere Elternzeit starten am 01. Juli 2015

Für Geburten ab dem 1. Juli 2015 gilt das Eltern­geld­Plus mit Part­ner­schafts­bonus und ein­er flex­i­bleren Elternzeit. Damit ist es für Müt­ter und Väter nun ein­fach­er, Eltern­geld­bezug und Teilzeitar­beit miteinan­der zu kom­binieren.

Das Eltern­geld gehört zu den Fam­i­lien­leis­tun­gen in Deutsch­land, die von der Bevölkerung am meis­ten geschätzt wer­den. Im ersten Jahr nach der Geburt eines Kindes sichert es die wirtschaftliche Exis­tenz der Fam­i­lien und hil­ft Vätern und Müt­tern, Fam­i­lie und Beruf bess­er zu vere­in­baren.

Mit dem Eltern­geld­Plus erhal­ten Eltern, die frühzeit­ig wieder in Teilzeit in den Beruf ein­steigen wollen, länger Unter­stützung und bekom­men so mehr Zeit für die Fam­i­lie. Eltern, die bish­er im Eltern­geld­bezug Teilzeit gear­beit­et haben, hat­ten einen Nachteil: Mit der Rück­kehr in den Beruf ver­loren sie einen Teil des Eltern­gel­danspruchs; sie beka­men weniger als diejeni­gen, die ganz aus dem Beruf ausstiegen. Erwerb­stätigkeit lohnte sich dann nicht.

Das ist mit dem Eltern­geld­Plus jet­zt anders: Eltern, die in Zukun­ft im Eltern­geld­bezug Teilzeit arbeit­en, bekom­men dop­pelt so lange Eltern­geld­Plus. Aus einem bish­eri­gen Eltern­geld­monat wer­den zwei
Eltern­geld­Plus-Monate. So kann das Eltern­geld­bud­get bess­er aus­geschöpft wer­den.

Zusam­men mit dem Eltern­geld­Plus gilt ab dem 1. Juli 2015 auch ein Part­ner­schafts­bonus. Teilen sich Vater
und Mut­ter die Betreu­ung ihres Kindes und arbeit­en par­al­lel für min­destens vier Monate zwis­chen 25 und 30 Wochen­stun­den, erhal­ten sie jew­eils zusät­zlich für vier Monate Eltern­geld­Plus. Auch Allein­erziehende, die genau­so vom Part­ner­schafts­bonus prof­i­tieren sollen, bekom­men vier zusät­zliche Eltern­geld­Plus-Monate, wenn sie die Voraus­set­zun­gen erfüllen.

Mit dem neuen Eltern­gel­drech­n­er mit Plan­er (https://www.familien-wegweiser.de/Elterngeldrechner) kön­nen Müt­ter und Väter ihre Elternzeit genau pla­nen und berech­nen, wie sie Eltern­geld, Eltern­geld­Plus und Part­ner­schafts­bonus miteinan­der kom­binieren kön­nen.

Auch ist jet­zt die Elternzeit flex­i­bler: Bish­er kon­nten nur bis zu zwölf Monate Elternzeit auf den Zeitraum zwis­chen dem drit­ten und acht­en Geburt­stag des Kindes ver­schoben wer­den, und auch nur dann, wenn der Arbeit­ge­ber zus­timmt. Das wün­scht­en sich die Eltern flex­i­bler – zum Beispiel, um die ersten Schul­jahre des Kindes begleit­en zu kön­nen.

Deswe­gen kön­nen nun bis zu 24 Monate Elternzeit zwis­chen dem drit­ten und acht­en Geburt­stag des Kindes genom­men wer­den. Eine Zus­tim­mung des Arbeit­ge­bers ist nicht mehr erforder­lich. Damit Unternehmen sich rechtzeit­ig darauf ein­stellen kön­nen, wird die Anmelde­frist für die Elternzeit in diesem Zeitraum auf 13 Wochen erhöht.

Außer­dem kann die Elternzeit nun in drei statt bish­er zwei Zeitab­schnitte aufgeteilt wer­den. Der Arbeit­ge­ber
kann jedoch den drit­ten Abschnitt der Elternzeit aus drin­gen­den betrieblichen Grün­den ablehnen, wenn er zwis­chen dem drit­ten und acht­en Geburt­stag des Kindes liegt. Darüber hin­aus wird eine Zus­tim­mungs­fik­tion einge­führt: Wenn der Arbeit­ge­ber nicht inner­halb ein­er bes­timmten Frist auf den Teilzei­tantrag eines Eltern­teils reagiert, gilt seine Zus­tim­mung zum Antrag als erteilt.

Bild © Jens Koep­pen

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