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Finowkanal vor ungewisser Zukunft”

Der Bund hat kür­zlich der Stadt Eber­swalde und den kom­mu­nalen Part­nern vor Ort ein Ange­bot für den kün­fti­gen Betrieb des Finowkanals vorgelegt — den­noch ist die Zukun­ft der tra­di­tion­sre­ichen Wasser­straße weit­er­hin unklar.

Mit dem Artikel “Finowkanal vor ungewiss­er Zukun­ft” berichtet die Märkische Oderzeitung am 14.01.2016 auf ihrer Inter­net­seite über die derzeit­ige Lage. Einen Auszug aus dem Artikel erhal­ten Sie nach­fol­gend. Den voll­ständi­gen Artikel kön­nen Sie auf der Inter­net­seite der Märkischen Oderzeitung nach­le­sen (https://www.moz.de/lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/1450490/).

Aus dem Artikel:

Das Ange­bot des Bun­des zur Über­nahme des Finowkanals ste­ht. Eine Infor­ma­tionsver­anstal­tung für die Anliegerkom­munen hat nach Ein­schätzung der Teil­nehmer gezeigt, dass es noch mehr Fra­gen als Antworten gibt. Nicht ein­mal eine Grund­satzentschei­dung ist bis­lang gefällt.

Soll­ten sich Eber­swalde, Schorfhei­de, Oder­berg, Niederfi­now, Liepe, Marien­werder, Wan­dlitz, Bad Freien­walde und Lieben­walde, die Mit­glieder der Kom­mu­nalen Arbeits­ge­mein­schaft Region Finowkanal, dazu durchrin­gen, die für den Touris­mus und als Denkmal der Indus­triekul­tur wichtige Wasser­straße for­t­an in eigen­er Regie zu betreiben? Für den Schleusen­be­trieb würde der Bund einen ein­ma­li­gen Finanzierungs­beitrag von 75 Mil­lio­nen Euro leis­ten. Gewässer­bett und Ufer müssten durch die neuen Betreiber in einem verkehrstech­nisch zumut­baren Zus­tand erhal­ten wer­den. Der Finowkanal bliebe durchgängig für motor­be­triebene Boote befahrbar.

Sprechen sich die Mit­glied­skom­munen gegen die Offerte aus, würde der Bund die Schleusen außer Betrieb nehmen — aus Grün­den der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit, wie es heißt. Die Wasser­straße ließe sich nur noch von muskel­be­triebe­nen Fahrzeu­gen nutzen. (…)

Jet­zt läge es an den beteiligten Stadtverord­neten­ver­samm­lun­gen und Gemein­de­v­ertre­tun­gen, für sich abzuwä­gen, ob die Ver­hand­lun­gen mit dem Bund weit­erge­führt wer­den sollen, heißt es in ein­er Mit­teilung der Arbeits­ge­mein­schaft. Das näch­ste Gespräch mit dem Bund sei für den 26. Jan­u­ar anber­aumt.

Der CDU-Bun­destagsab­ge­ord­nete Jens Koep­pen, der Wahlkreis­büros in Schwedt, Pren­zlau und Eber­swalde unter­hält, nen­nt das Ange­bot des Bun­des “solide”. Der neue Betreiber habe die Möglichkeit, durch geschick­te Ver­tragsver­hand­lun­gen den Finowkanal auch in Zukun­ft für den Touris­mus und die durchgängige Motorschiff­fahrt zu erhal­ten. Die kom­mu­nalen Part­ner hät­ten natür­lich aus­re­ichend Zeit, die Offerte sorgfältig zu prüfen. “Wer jet­zt aber den Bogen überspan­nt, geht am Ende wom­öglich leer aus. Wird zu lange gewartet, beste­ht die Gefahr, dass die Mit­tel in andere Pro­jek­te investiert wer­den”, teilt der Poli­tik­er mit.

Im Vor­feld der Infor­ma­tionsver­anstal­tung hat­ten die Vor­sitzen­den von sechs Vere­inen einen Appell an die Mit­glied­skom­munen gerichtet, in dem auf die his­torische Ver­ant­wor­tung ver­wiesen wird, die sie bei ihrer Entschei­dung zur Zukun­ft des Kul­turgutes Finowkanal zu tra­gen hät­ten. (…)”

Bild © Jens Koep­pen

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