Proteste gegen LKW-Ausweichverkehr

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Proteste gegen LKW-Ausweichverkehr

Zunehmend nutzen Lastkraft­wa­gen die Auswe­ich­strecke über die Lan­desstraße 15, um die mautpflichtige Auto­bahn zu umge­hen. Anwohn­er der Lan­desstraße protestierten kür­zlich gegen die extreme Zunahme des LKW-Verkehrs in ihren Dör­fern.

Die Märkische Oderzeitung berichtete auf ihrer Inter­net­seite am 26.06.2015 mit dem Artikel “Bürg­er-Wut auf Maut­preller” über die Bürg­er-Proteste. Lesen Sie den voll­ständi­gen Artikel auf der Inter­net­seite der Märkischen Oderzeitung unter https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1401214/. Einen Auszug aus dem Artikel stelle ich ihnen gern nach­fol­gend zur Ver­fü­gung.

Aus dem Artikel:

(…) Sie fürcht­en um Leben und Gesund­heit, um ihren Schlaf, um die Ruhe und die Straßen: Betrof­fene Bürg­er der Lan­desstraße 15, die von Pren­zlau in Rich­tung Fürsten­berg führt, machen ihrem Unmut über den Lkw-Verkehr mit Protesten Luft. Der Grund: Zunehmend nutzen Last­wa­gen aller Größenord­nun­gen die weitläu­fi­gen Lan­desstraßen der Uck­er­mark. Der Fer­n­verkehr sucht gezielt Auswege, um die auf Auto­bah­nen fäl­lige Lkw-Maut zu umge­hen. Die Bürg­er sprechen von ein­er extremen Zunahme der Laster zu allen Zeit­en, auch nachts. Die Brum­mis verkehren zwis­chen Warschau beziehungsweise Stet­tin und dem Ham­burg­er Hafen. Die Lan­desstraße 15 ist da eine willkommene Auswe­ich­strecke. Sie führt durch Touris­tenorte wie Lychen und Boitzen­burg, aber auch durch ganz kleine Dör­fer wie Hard­en­beck. (…)

Inzwis­chen machen Bürg­er auf allen Ebe­nen mobil. Mit Nacht­protesten, der Demon­stra­tion vor dem Kreistag und Beschw­er­den an den Land­tag wollen sie die Poli­tik wachrüt­teln. Die muss sich den Vor­wurf gefall­en lassen, das Prob­lem zwar zu ken­nen, aber nichts zu tun. Die Anwohn­er fordern Ton­nage­be­gren­zun­gen, Tem­polim­its und Nacht­fahrver­bote.

Die Kreis-CDU hat Unter­stützung zuge­sagt. “Wir alle haben den Schaden”, so der Land­tagsab­ge­ord­nete Hen­ryk Wich­mann. Der Unter­bau viel­er Lan­desstraßen sei für solche Belas­tun­gen nicht aus­gelegt. Es gebe teil­weise noch Kopf­steinpflaster. Beschw­er­den wür­den inzwis­chen auch von Touris­ten kom­men.

Die Wut der Proteste richtet sich nicht gegen die Brum­mi­fahrer. Die wür­den lieber die Auto­bahn nutzen. Stattdessen schreiben vor allem pol­nis­che Spedi­tio­nen ihren Mitar­beit­ern die zwar zeitlich aufwendi­geren, aber maut­freien Routen über die Lan­desstraßen vor.

Doch wirk­same Verkehrs­beschränkun­gen gegen die Lasterkolon­nen frucht­en bish­er nicht. Es scheit­ert offen­bar an rechtlichen Möglichkeit­en. Genau an solchen Zuständigkeit­en entspin­nt sich der Stre­it. Ger­ade auf Land­kreisebene müssten aber geeignete Maß­nah­men ein­geleit­et wer­den, fordert der CDU-Kreistagsab­ge­ord­nete und Fahrschullehrer Andreas Mey­er. Auch geset­zlich seien Maß­nah­men gegen mautbe­d­ingte Verkehrsver­lagerun­gen zuläs­sig, meint Parteikol­lege Jens Koep­pen.

Lan­drat Diet­mar Schulze vertei­digt sich gegen Vor­würfe der Taten­losigkeit. Man habe sich mit dem Prob­lem längst beschäftigt. Bis Ende näch­sten Jahres wür­den Tem­po-30-Schilder in den betrof­fe­nen Ortschaften aufgestellt. (…)”

Bild © Jens Koep­pen

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