Straßen-BER in der Uckermark

Straßen-BER in der Uckermark
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Straßen-BER in der Uckermark

“15 Monate Vollsper­rung, 15 Monate gestresste und gen­ervte Pendler, Bürg­er, Unternehmer und Spedi­teure, 15 Monate teure und zeitaufwendi­ge Umleitun­gen und 15 Monate Igno­ranz aus dem Lan­desmin­is­teri­um und dem Lan­des­be­trieb für Straßen­we­sen. Was lange befürchtet wurde ist nun Real­ität. Zwar soll die für Pendler und Anwohn­er stark belas­tende Vollsper­rung im Dezem­ber aufge­hoben wer­den, fer­tig ist das Baupro­jekt jedoch noch lange nicht.”, so Jens Koep­pen.
Über die aktuellen Entwick­lun­gen an der B 198 berichtete die Märkische Oderzeitung am 26.10.2018 auf ihrer Inter­net­seite mit dem Artikel “Jet­zt haben wir unseren BER”. Lesen Sie den voll­ständi­gen Artikel unter dem fol­gen­den Link: https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1688557/.
Einen Auszug aus dem Artikel stelle ich Ihnen gern nach­fol­gend zur Ver­fü­gung.
Aus dem Artikel:
“Der Baustopp der halbfer­ti­gen B 198 hat zu hefti­gen Reak­tio­nen in der Region geführt. Bau­fir­ma und Land ern­ten Kri­tik und Spott. Nie­mand ver­ste­ht die lange Vollsper­rung für so wenig Straße. Aufat­men bei Pendlern: Endlich Ende der Umleitung, glaubt man dem Land, Anfang Dezem­ber. (…)

Noch ein­mal die Fak­ten: Anfang Okto­ber 2017 startet der Aus­bau der B 198 zwis­chen B 2 und Groß Ziethen. Strecke: 5 Kilo­me­ter, Ziel: 3 Kilo­me­ter Dreis­purigkeit plus Rad­weg, Bau­fir­ma: Matthäi, Kosten: 5,9 Mil­lio­nen Euro, Bau unter Vollsper­rung, geplante Fer­tig­stel­lung: Dezem­ber 2018. Als Matthäi dro­hte, es dauert bis Juni, ging eine Protest­welle in der Region los. Min­is­ter­präsi­dent Diet­mar Woid­ke musste sich ein­schal­ten und ver­sprach im Feb­ru­ar 2018: „Das Ziel ist nach wie vor und das Ziel ist erre­ich­bar: Wir müssen im Jahr 2018 mit der Bau­maß­nahme fer­tig wer­den.“ Im Okto­ber 2018 hebt das Land den Bauauf­trag mit Matthäi auf. Fer­tig sind ger­ade ein­mal 1,5 Kilo­me­ter neue Straße. Das Land erhebt keine Schadenser­satz­forderung mit der Begrün­dung, dass die gerichtliche Klärung ein Jahr hätte dauern kön­nte, so lange hätte die Straße ges­per­rt bleiben müssen.

Wütend die Reak­tion des CDU-Bun­destagsab­ge­ord­neten Jens Koep­pen aus der Uck­er­mark: „Jet­zt hat die Uck­er­mark endgültig ihren Straßen-BER. 15 Monate Vollsper­rung, 15 Monate gestresste und gen­ervte Pendler, Bürg­er, Unternehmer und Spedi­teure, 15 Monate teure und zeitaufwendi­ge Umleitun­gen und 15 Monate Igno­ranz aus dem Lan­desmin­is­teri­um und dem Lan­des­be­trieb für Straßen­we­sen. Wofür? Für 1500 Meter dreistu­fi­gen Aus­bau! Getoppt wird das Ganze noch von der man­gel­nden Kom­mu­nika­tion. Statt allen frühzeit­ig reinen Wein einzuschenken und ehrlich zu sein, wurde bis zulet­zt sug­geriert, dass die Straße im Dezem­ber fer­tig werde.“ (…)

Die Wut, Empörung und Ohn­macht der Uck­er­märk­er über den Bauskan­dal find­et Ulrich Menter, Präsi­dent der Unternehmervere­ini­gung Uck­er­mark völ­lig berechtigt: „Der ganze Sachver­halt ist so erschreck­end und unglaublich. Anscheinend glaubt die Lan­desregierung, dass sie so etwas mit den Uck­er­märk­ern machen kann. Wir als Unternehmervere­ini­gung fordern, dass wir uns hier vor Ort zusam­men­tun, und damit meine ich die Poli­tik­er aller Parteien, Ver­wal­tun­gen und Ver­bände, und mit aller Macht Trans­parenz ein­fordern, mit aller Macht inter­ve­nieren. Lei­der mauert die Lan­desregierung und ver­weist auf Gespräche im Dezem­ber.“

Die Indus­triekapitäne des Wirtschafts­stan­dortes Schwedt haben die Verkehrsmin­is­terin zu einem drin­gen­den Krisen­gipfel zum The­ma Verkehrsan­bindung ein­ge­laden. Für den 7. Dezem­ber, wenn die B 198 bere­its wieder befahrbar sein soll, hat Min­is­terin Katrin Schnei­der einem solchen Tre­f­fen zuges­timmt.

Dann soll nicht nur gek­lärt wer­den, wann und wie der jet­zt liegenge­bliebene Bau der Über­hol­spur zwis­chen Klein und Groß Ziethen erfol­gt, son­dern auch der Weit­er­bau  bis zur Anschlussstelle Joachim­sthal.

Die Indus­triekapitäne des Wirtschafts­stan­dortes Schwedt haben die Verkehrsmin­is­terin zu einem drin­gen­den Krisen­gipfel zum The­ma Verkehrsan­bindung ein­ge­laden. Für den 7. Dezem­ber, wenn die B 198 bere­its wieder befahrbar sein soll, hat Min­is­terin Katrin Schnei­der einem solchen Tre­f­fen zuges­timmt. (…)”

Quelle: www.moz.de, 26.10.2018

Bild © Jens Koep­pen

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