Übergabe der Eberswalder Erklärung

“5169 Stimmen für den Finowkanal”
26. Mai 2015
Bundestag verabschiedet Gesetz zur Tarifeinheit
1. Juni 2015

Übergabe der Eberswalder Erklärung

60  Vertreterin­nen und Vertreter von Kom­munen und Bürg­erini­tia­tiv­en, Ver­bän­den und Unternehmen, die sich für den Erhalt ihrer his­torischen Wasser­wege ein­set­zen, über­gaben am 21.05.2015 die soge­nan­nte Eber­swalder Erk­lärung zum Erhalt his­torisch­er Wasser­straßen an Abge­ord­nete des Deutschen Bun­destages.

Der rbb veröf­fentlichte dazu den Artikel “Wasser­straßen-Ini­tia­tiv­en stellen Forderun­gen vorm Bun­destag” am 22.05.2015 auf sein­er Inter­net­seite. Den voll­ständi­gen Artikel find­en Sie unter https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2015/05/wasserstrassen-initiativen-stellen-forderungen-vorm-bundestag.html. Einen Auszug aus dem Artikel stelle ich Ihnen nach­fol­gend gern zur Ver­fü­gung.

Aus dem Artikel: “Die Sonne strahlt, das lange Pfin­gst­woch­enende ste­ht vor der Tür und viele Wasser­sport­begeis­terte wird es wieder auf den Finowkanal ziehen. Egal ob mit Kanu oder Boot, der his­torische Kanal im Barn­im erfreut sich großer Beliebtheit. Aber das kön­nte sich ändern, denn der Bund will für die kleinen Wasser­straßen und deren Sanierung kein Geld mehr aus­geben. Rund 20 Wass­er-Straßen-Ini­tia­tiv­en, die bun­desweit von den Stre­ichun­gen betrof­fen wären, steuern dage­gen. Vor dem Berlin­er Bun­destag haben sie am Don­ner­stag ihre Forderung an die Abge­ord­neten gerichtet. Um Geld zu sparen, schließen vier Schleusen im Osten Bran­den­burgs vier Stun­den früher als bish­er. Touris­musver­bände kri­tisieren die Entschei­dung, denn eine der Schleusen ist das Nadelöhr auf dem einzi­gen Weg von Berlin nach Ost­bran­den­burg. Die Region fürchtet nun um ihre Tage­saus­flü­gler aus der Stadt.

Die knapp 20 Ini­tia­tiv­en — darunter Land­kreise, Sport- und Bürg­ervere­ine – wollen, dass der Bund sich auch kün­ftig am Erhalt der kleinen touris­tis­chen Wasser­straßen beteili­gen muss. Sie fürcht­en, das die Wasser­straßen vor dem Aus ste­hen, sollte der Bund wie geplant kein Geld mehr investieren. Auch der Finowkanal wäre betrof­fen. Dort müssten eigentlich zehn Schleusen saniert wer­den — und zwar drin­gend, meint Hart­mut Gin­now-Merk­ert vom Vere­in “Unser Finowkanal”. “Wenn eine Schleuse kaputt ist, dann ist der Finowkanal nicht mehr durchgängig befahrbar. Dann kommt man wed­er von Polen aus noch von den west­lichen Nach­barn aus durch den Finowkanal. Und dann nützt die ganze Indus­triekul­tur nichts, wenn keine Gäste mehr kom­men”, so Gin­now-Merk­ert.

(…) Für den Finowkanal zeich­net sich unter­dessen eine Lösung ab. Der Bund hat zuge­sagt für die Schleusen die Hälfte der Sanierungskosten zu übernehmen. Jens Koep­pen von der CDU ist optimistisch.“Wir sind seit neuestem so auf dem Weg, dass wir für die Unter­hal­tung der Strecke auch Gelder bekom­men. Da ist ger­ade ein Ange­bot unter­wegs.”

Damit wäre ein Großteil der rund 30 Mil­lio­nen Euro für die Schleusen­sanierung gesichert. Dafür muss die Region — ob Land, Kreis oder die angren­zen­den Städte — die Schleusen aber übernehmen. Ein Konzept wird derzeit aus­gear­beit­et. Klappt der Deal, kön­nte der Finowkanal somit zum Vor­bild für alle Wasser­straßen wer­den, die vor dem Aus ste­hen.”

Quelle: https://www.rbb-online.de, 22.05.2015

Bild © Jens Koep­pen

print

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.