Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

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Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Mit der Ein­führung des Min­dest­lohns im Jan­u­ar 2015 ist die Zahl der Mini­jobs saison­bere­inigt um 125.000 zurück­ge­gan­gen. Der Rück­gang wurde jedoch teil­weise durch eine ver­stärk­te Umwand­lung von Mini­jobs in sozialver­sicherungspflichtige Beschäf­ti­gung aus­geglichen. Im Ver­gle­ich zu den Vor­jahren hat sich die Zahl der umge­wan­del­ten Mini­jobs ver­dop­pelt. Ein Teil dieser Umwand­lun­gen hat dabei andere Stellen erset­zt. Das geht aus ein­er neuen Studie des Insti­tuts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB) her­vor, die kür­zlich veröf­fentlicht wurde.

Im Jan­u­ar 2015, unmit­tel­bar nach Ein­führung des geset­zlichen Min­dest­lohns, lag die Zahl der Umwand­lun­gen bei fast 110.000, und damit mehr als dop­pelt so hoch wie im Vor­jahr (53.000). Dabei wur­den ver­stärkt Mini­jobs von Frauen, Älteren, Ost­deutschen sowie von Beschäftigten in mit­tel­großen Betrieben in sozialver­sicherungspflichtige Beschäf­ti­gungsver­hält­nisse umge­wan­delt. Stark über­durch­schnit­tlich waren die Umwand­lun­gen außer­dem in den Wirtschaftsab­schnit­ten „Verkehr und Lagerei“ sowie „Han­del; Instand­hal­tung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“.

In Betrieben mit rel­a­tiv vie­len Mini­jobs wur­den diese nicht nur häu­figer umge­wan­delt, in ihnen ende­ten auch ten­den­ziell mehr ger­ingfügige Beschäf­ti­gungsver­hält­nisse. Zudem wur­den in ihnen weniger neue Mini­jobs geschaf­fen. Die Zahl der Umwand­lun­gen selb­st hat­te keinen zusät­zlichen Effekt auf den Abbau der ger­ingfügi­gen Beschäf­ti­gung im Betrieb. Allerd­ings gab es bei mehr umge­wan­del­ten Mini­jobs in einem Betrieb auch mehr Abgänge aus sozialver­sicherungspflichti­gen Jobs. „Etwas weniger als die Hälfte der Umwand­lun­gen bedeuten zusät­zliche sozialver­sicherungspflichtige Beschäf­ti­gung“, so die IAB-Forsch­er Philipp vom Berge und Enzo Weber.

Bild © Jens Koeppen

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